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HB-Wiesnwirt Günter Steinberg wird am Freitag erneut am linken Auge operiert.

Zwei Tage vor Weihnachten

„Mei, ich seh’ halt nix“ - Erneute Augen-OP bei Wiesn-Wirt Steinberg

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Hofbräu-Wiesn-Wirt Günter Steinberg muss sich kurz vor Weihnachten erneut einer Augenoperation unterziehen. Er hoffe auf 30 bis 40 Prozent Sehkraft, so der 78-Jährige.

München - Jammern ist sein Ding nicht. Wenn Günter Steinberg (78) in diesem Tagen gefragt wird, wie es ihm denn geht, sagt er lapidar: „Mei, ich seh’ halt nix.“ Das linke Auge macht dem Hofbräu-Wiesn-Wirt seit dem Frühjahr zu schaffen. Erst bekam er die Diagnose Grauer Star, dann folgten diverse Operationen auf beiden Augen, die anfänglich gut ausgingen. Doch als sich auf dem linken Auge die Netzhaut abzulösen begann und er plötzlich nichts mehr sehen konnte, geriet Steinberg in Panik. Es stellte sich heraus, dass wohl bei der Nachsorge geschlampt wurde.

Jetzt soll es ein anderer Augenspezialist richten: „Ich muss am 22. Dezember noch einmal operiert werden“, sagt Steinberg der tz.

Ausgerechnet zwei Tage vor Weihnachten! „Das macht mir nichts aus, ich muss ja nur eine Nacht im Krankenhaus bleiben.“ Die Familie kümmert sich um alles, den Heiligabend verbringen ­Margot und Günter bei Tochter Silja, die mit ihrer Familie ebenfalls im Münchner Süden wohnt.

„Am meisten belastet mich, dass ich nicht mehr Autofahren kann“

Allerdings wird es dauern, bis er wieder etwas sehen kann. Drei Monate müsse ein Öl im Auge bleiben, um eine Netzhautablösung zu verhindern, so der Gastronom. „In meinem Alltag bin ich eingeschränkt und abhängig von anderen. Am meisten belastet mich, dass ich nicht mehr Autofahren kann. “ Jeder Tag müsse jetzt genau geplant werden. Die Familie führt das große Hofbräuhaus am Wiener Platz und auf der Wiesn das Hofbräuzelt, allerdings hat Steinberg das Ruder bereits an seine Kinder Silja und Ricky übergeben.

Auch wenn der Eingriff am Freitag gut verheilt und die Nachsorge sorgfältig durchgeführt wird, werden Steinbergs Augen nie mehr wie früher. Er hoffe auf 30 bis 40 Prozent Sehkraft, das wäre ein Erfolg. Und für den Wiesnwirt das schönste Weihnachtsgeschenk.

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Maria Zsolnay / Video: Glomex

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