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Unten links ist der Tatverdächtige, dem die drei gesuchten Zeugen folgen (jeweils mit weißen Hemden und dunklen Westen; der 2. Zeuge trägt einen Hut und hat ein Lebkuchenherz umgehängt).

Opfer fast erblindet

Fahndung nach Masskrug-Schläger: Mann stellt sich

München - Am ersten Wiesn-Samstag ist ein 19-Jähriger bei einer Masskrug-Schlägerei lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei fahndete mit einem Video der Überwachungskamera öffentlich. Jetzt hat sich ein 21-jähriger Mann gestellt.  

Masskrugschlägereien gehören offenbar zur Wiesn wie Hendl und Bierzelt - leider. Auch wenn die Zahl der brutalen wie gefährlichen Auseinandersetzungen 2016 insgesamt abnahm, blieb eine Auseinandersetzung in diesem Jahr besonders heftig in Erinnerung: Ein 19-Jähriger war durch die Wucht des massiven Glases lebensgefährlich verletzt worden und hat fast sein Augenlicht verloren. Die Polizei fahndete schließlich per Video nach dem Täter. Doch der unbekannte Schläger blieb bis zuletzt flüchtig. 

Jetzt wurde der Druck offenbar zu groß: Über seinen Anwalt stellte sich ein 21-jähriger Mann bei der Polizei - noch bevor die Polizei alle eingegangenen Hinweise abarbeiten konnte. Das Amtsgericht München erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I einen Haftbefehl.

Verlierer wollte Wettschulden nicht zahlen

Am zweiten Wiesn-Samstag war es zu der folgenschweren Auseinandersetzung gekommen. Der banale Auslöser: ein Armdrücken - mit einem relativ hohen Preisgeld. Der Verlierer war jedoch ein schlechter und wollte die 200 Euro nicht rausrücken. Der 19-jährige Cousin des Gewinners wollte demselben helfen, die Wettschulden vor dem Weinzelt einzutreiben, und schubste den Verlierer. Plötzlich schlug ihn ein anderer Mann aus dessen Gruppe mit dem leeren Masskrug und traf ihn im Gesicht. 

Der 19-jährige Cousin wurde lebensgefährlich am linken Auge verletzt und musste zweimal operiert werden. Trotzdem erlangte er laut Polizei bislang nur eine Sehkraft von unter einem Prozent. 

Im Rahmen der kriminalpolizeilichen Ermittlungen beim Fachkommissariat 24 waren Bilder des Tatverdächtigen und seiner drei Begleiter gesichert worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I hatte das das Amtsgericht München einen Beschluss zur Lichtbildveröffentlichung erlassen und ab dem 30. September 2016 öffentlich gefahndet. 

Mit diesem Video hat die Polizei nach dem Täter gefahndet:

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kf

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