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Immerhin steht das Karussell noch: Hans Kalb nimmt die nassen Wiesn-Tage mit Humor.

Enttäuschung wegen der Regentage

Zeit, dass sich was dreht! So erlebten Schausteller den Wiesn-Auftakt

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München - Für die Schausteller fielen die ersten Wiesn-Tage komplett ins Wasser. Wegen des Dauerregens wurden zahlreiche Fahrgeschäfte so gut wie gar nicht genutzt.

"Es war fürchterlich", seufzt Vivien Stey und winkt resigniert ab. Sie sitzt im Tickethäuschen der Münchner Rutsch'n und wartete auch am Dienstagnachmittag auf Kundschaft. Doch nach einer Rutschpartie war auch am Familientag nicht vielen Wiesn-Besuchern zumute. Für die 22-Jährige und die anderen wetterabhängigen Schausteller fängt das Oktoberfest erst heute so richtig an. Nach dem Regen-Rumpel-Start kommt endlich die Sonne raus!

Vivien Stey vor der Münchner Rutsch'n.

Für die Betreiber der Fahrgeschäfte hatte das Wetter fatale Auswirkungen. "Die Einnahmen reichen gerade mal für die Bezahlung unserer Angestellten. Verdient haben wir noch keinen Cent", meint Stey. Und auch Albert Aigner (73) fühlt sich angesichts der Wetterkapriolen machtlos: "Das Wetter kann man eben nicht beeinflussen. Schade ist vor allem, dass uns der zusätzliche Tag überhaupt nichts gebracht hat." Der Betreiber des Breakdancer will den Besuchermangel aber nicht nur Petrus in die Schuhe schieben: "Die Leute haben auch ein bisschen Angst und Respekt wegen der Sicherheitsdebatte."

Karussells können fliegen

Völlig gelassen sieht's dagegen Routinier Hans Kalb. Dem 73-Jährigen ist einst in Pasing bei einem Sturm sein fast 100 Jahre altes Kettenkarussell weggeflogen. "Des war schlimm", erinnert er sich. "Aber es geht weiter. Der da oben wird's scho richten", lächelt er verschmitzt und deutet in den grauen Himmel. Mit vier oder fünf Tagen Regen rechne man sowieso immer.

tz-Reporter Johannes Heininger am Breakdancer.

Auch wenn es schon bessere Zeiten gab: "Jammern dürfen wir nicht", sagt Isolde Hafner (40) von der Schießbude Schifferl. "Wir haben einen tollen Platz gleich bei den Zelten."

Kalt erwischt hat's auch Heike Bürkle, die mit ihrem Mann Michael Courtney den Frozen-Joghurt-Stand JoKurt betreibt. "Am Dienstag hatte es acht Grad. Da braucht keiner eine Abkühlung", sagt Bürkle. "Steigen die Temperaturen, dann klingelt's sicher in der Kasse!"

Johannes Heininger

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