Hoch die Krüge! Ministerpräsident Horst Seehofer zeigt den neuen HB-Wiesnkrug, den seine Sekretärin in seinem Auftrag bemalte. So paradiesisch schön ist Bayern: Adam und Eva mit Maßkrug und Staatskanzlei.

Ghostmaler

Selbst gestaltet? Seehofer präsentiert diesjährigen HB-Wiesnkrug 

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München - Jedes Jahr bittet der HB-Wirt eine Persönlichkeit aus Bayern, den neuen Maßkrug zu gestalten. Dieses Jahr durfte Seehofer ran. Selbst gemalt hat er allerdings nicht, wie er gesteht.

Politiker halt: So ganz will er mit der Sprache erst nicht rausrücken. Horst Seehofer (67) schwärmt, wie schön und gelungen er den diesjährigen HB-Wiesnkrug findet. Ist er denn nicht auch der Künstler? „Ich habe mich eines Ghostmalers bedient“, gestand er beim Fototermin in Günter Steinbergs Hofbräukeller am Wiener Platz.

Jedes Jahr bittet der Wirt eine prominente Persönlichkeit aus Bayern, den HB-Wiesnkrug zu bemalen. In zwei Varianten – mit und ohne Zinndeckel – wird er für 16 bzw. 32 Euro im Zelt angeboten.

„Paradies Bayern“: Seehofer kreiert Wiesn-Masskrug

Und wer bitte ist es jetzt der mysteriöse Maler? „Es ist meine Sekretärin, Frau Annette Weidner. Und

Die HB-Wiesnwirtsfamilie Ricky (v.li.), Margot, Günter und Silja Steinberg mit Ministerpräsident Horst Seehofer beim vorgezogenen Fototermin.

ehrlich gesagt, hatte sie auch die Idee zum Motiv“. Aha. Adam und Eva, mit einer Maß Bier der Hand, unter dem Baum der Erkenntnis, der als Früchte Brezn, Herzerl, Münchner Kindl und Maßkrüge trägt. Die Kirche steht noch im Dorf und über der Staatskanzlei wölbt sich der weiß-blaue Himmel. Grad schee is’. 

Was ist an dem Krug eigentlich noch von Seehofer selbst? Natürlich die Erklärung: „Der Krug drückt aus, was meine Politik in den letzten acht Jahren bedeutet hat: das Paradies.“ 

Nicht erst als Ministerpräsident weiß er, er wie er zu was kommt: „Schon als Schulbub hab ich meinem Banknachbarn Josef zeichnen lassen und ich hab ihm beim Rechnen geholfen. Im Zeugnis hatte ich dann meist ein Sehr gut stehen.“

Am Donnerstag, bei der offiziellen Kurgvorstellung im Hofbräukeller, ließ Seehofer sich entschuldigen. Die große Politik ruft, Antreten bei Angela Merkel in Berlin. Schließlich gibt’s das Paradies nur in Bayern – und auch da nur auf dem Bierkrug. 

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