Weniger Gäste, aber ...

Immer mehr Wiesn-Besucherinnen suchen Hilfe bei Anlaufstelle

München - Mehr Wiesn-Besucherinnen als in den Vorjahren haben auf dem Oktoberfest Hilfe bei der speziellen Anlaufstelle für Frauen gesucht.

Obwohl die Festleitung bis zur Halbzeit weniger Gäste zählte als in früheren Jahren, half das Team in der ersten Wiesn-Woche 116 Frauen und damit 13 mehr als im Vorjahreszeitraum. Wie die Aktion "Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen" weiter mitteilte, bekamen auch 27 männliche Begleiter Unterstützung.

Vor allem suchten ausländische Frauen Hilfe. In der Mehrzahl der Fälle hatten die Betroffenen Freunde, Partner oder Reisegruppe auf dem Festgelände aus den Augen verloren. "Sie sind dann aufgelöst, wissen nicht weiter und geraten umso leichter in gefährliche Situationen", sagte Kristina Gottlöber vom Organisationsteam. Die Helferinnen berieten, liehen Kleidung oder Geld - oder suchten Unterkünfte.

Zehn Mal suchten Frauen wegen körperlicher oder sexueller Gewalt Beistand. In zwei Fällen ging es um Partnerschaftsgewalt; sexuelle Gewalt war sechs Mal Thema; und zwei Mal erlebten Frauen körperliche Gewalt durch Fremde auf dem Festgelände. Die Polizei hat dieses Jahr bereits 16 Anzeigen verfasst, die Vorwürfe reichen von sexueller Beleidigung bis hin zu tätlichen Übergriffen.

Hier geht's zu unserem Live-Ticker von der Theresienwiese.

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dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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