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Das sind die Gründe für den Rückgang

Mehr als ein Fünftel weniger Münchner auf der Wiesn 2016

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München - Hohe Preise und ein neues Sicherheitskonzept: Mehr als ein Fünftel weniger Menschen aus München und Region haben laut einer Studie das letztjährige Oktoberfest besucht. Besonders auffällig ist ein Rückgang bei Frauen und Familien mit kleinen Kindern.

„Stimmungsvoll, harmonisch und entspannt“ sei es gewesen, so lautete das Fazit von Vize-Bürgermeister Josef Schmid (47, CSU) zum Oktoberfest 2016: Eine echte Wiesn für die Münchner. Doch genau bei diesen Besuchern aus der Stadt und den umliegenden Landkreisen gab es im Vergleich zu 2015 einen deutlichen Rückgang, wie eine repräsentative Studie nun belegt.

Mehr als ein Fünftel weniger Besucher aus Stadt und Umland kamen laut Regionalinstitut für Mittelstandsmarktforschung (RIM) auf die Wiesn. 753 Personen hat das Institut schriftlich befragt, in der Region leben 2,28 Millionen Menschen. Bei der Vorjahrs-Studie hatten noch 54 Prozent der Befragten angegeben, die Wiesn besucht zu haben. 2016 waren es nur noch 42 Prozent. 

Auffällig: Besonders Frauen (Besucherquote 2015: 61 Prozent, 2016: 39 Prozent) und Familien mit minderjährigen Kindern (2015: 61 Prozent; 2016: 42 Prozent) hielten sich heuer deutlich zurück. „Gerade der Rückgang dieser Gruppen zeigt, dass die Sicherheitsproblematik auf dem Oktoberfest für die Münchner eine große Rolle gespielt hat“, sagt RIM-Geschäftsführerin Heike Brandstetter (39). 

Oktoberfest 2016: Die bisher schönsten Wiesn-Momente 

Das sind die Gründe der Wiesn-Verweigerer

Als Gründe für ein Fernbleiben am häufigsten genannt wurden der Trubel und die hohen Preise (37 Prozent). 24 Prozent der Befragten sind generelle Wiesn-Verweigerer, die erhöhte Gefährdungslage war für etwa jeden Sechsten (16 Prozent) ausschlaggebend.

Generell hielt die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) das neue Sicherheitskonzept aber für gut. Konzept-Ablehner sind vor allem junge Erwachsene bis 30 Jahre: Überdurchschnittlich häufig kritisierten sie eine gefühlte Panikmache und den Zaun. Wiesn-Chef Josef Schmids Wunschprojekt.

Schmid war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, er ist im Urlaub. Wiesn-Stadtrat Otto Seidl (71, CSU) räumt ein, dass viele Münchner zumindest in der ersten Woche Angst gehabt hätten. „Das wird sich heuer nach dem positiven Verlauf der Wiesn 2016 sicher wieder einpendeln.“ 

Wer sich 2016 auf die Wiesn traute, der war zumindest zufriedener als 2015. 44 Prozent der Befragten gaben an, „sehr zufrieden“ mit dem Besuch gewesen zu sein. Im Vorjahr waren es nur 27 Prozent. Gemütlich, das war es wirklich.

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Video: Hier wird das neue Wiesn-Plakat 2017 enthüllt


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