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Hier betreibt Hansi Stadtmüller die Kantine für Wiesnarbeiter.

Offen ist werktags von 6 - 20 Uhr

Das ist Münchens geheimster Biergarten

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München - Wer die Wiesn aufbaut, gönnt sich zum Frühstück täglich gern mal ein Paar Weißwürscht – oder mehrere Paar. Darum sind sie auch der Renner in Münchens geheimstem Biergarten, der Wiesnkantine. Die tz verrät, wo der Biergarten ist.

Am U-Bahnaufgang Theresienwiese, gleich hinter der Fischer Vroni, betreibt Hansi Stadtmüller (22), Sohn des fast gleichnamigen Wiesnwirts, seit drei Jahren die Kantine für die Wiesnarbeiter. Lauschig sitzen hier unter Bäumen all jene, die fleißig werkeln und die Zelte aufbauen. „In der Früh gibt’s a Weißwurscht, und wenn die Arbeiter Feierabend haben, dann füllt es sich hier nochmal richtig“, sagt Hansi Stadtmüller, der auch das Lindwurmstüberl betreibt.

Am 17. Juli, zum Aufbaustart, hat er heuer aufgemacht, werktäglich ist von 6 bis 20 Uhr geöffnet. Wenn aufgebaut wird, darf ohne Zutrittsberechtigung aus Sicherheitsgründen niemand mehr auf das Wiesngelände – nur Wiesnbauarbeiter und Wirte. Fünf Tage vor dem Oktoberfest, wenn die Schausteller mit ihren Fahrgeschäften kommen, schließt die Kantine. Die Lieferanten kommen dann nicht mehr durch, weil zu viel los ist. Zur Wiesn ist die Kantine Rückzugsort für die Mitarbeiter der Fischer Vroni. Und beim Abbau treffen sich die Handwerker wieder. Bevor Stadtmüller den geheimen Biergarten übernommen hat, haben die Vollmers vom Augustiner jahrzehntelang die Wiesnkantine betrieben. Beim Behördenhof gibt’s jetzt noch die Spatenkantine, die etwas kleiner ist.

Seit diesem Jahr kommt der ganze Strom für die Wiesnkantine vom Dach: Dort ist eine Photovoltaikanlage aufgebaut. Und obwohl der Sommer eher frühlingshaft bis herbstlich ist, musste noch kein einziges Mal die „normale“ Stromversorgung einspringen. Zwölf Watt liefert das Sonnendach, es beheizt die Küche, wo am Mittag die Schweinshaxn über den Tresen gehen, den Aufenthaltsraum und die Toiletten.

Wenn am Mittwoch gutes Wetter ist, schmeißt Hansi Stadtmüller den Grill an und macht Steckerlfisch. Dann riecht’s hinter der Fischer Vroni schon ganz arg nach Wiesn.

Der Richtmeister

Ich koordiniere den Aufbau, aber stehe trotzdem nicht nur im Zeltund dirigiere, sondern packe an. Deshalb trinke ich Alkoholfreies und gönne mir ein deftiges Mittagessen. Bei gutem Wetter sitze ich im Biergarten und ratsche mit den Kapos der anderen Zelte.

Erich Strobl (65), Richtmeister Fischer Vroni

Der Obermonteur

Heute haben wir die WC-Anlage und die Kühlcontainer für den Fisch angeschlossen. Ich arbeite auf mehreren Baustellen, aber wenn’s sich ausgeht schauen wir zu, dass wir zu Mittag hier in der Wiesnkantine sind.

Mike Kaiser (48) Obermonteur Gas-Wasser in der Fischer Vroni

Der Auszubildende

Ich bin seit 2010 in Deutschland – es gefällt mir, auf dem größten Volksfest der Welt zu arbeiten. Ich bin nicht nur zum Aufbau und zum Abbau hier, sondern auch privat am Wochenende auf dem Oktoberfest.

Said Nasser (21), Azubi aus Ägypten

So schön ist das Oktoberfest von oben

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