+
An den Eingängen bilden sich keine Schlangen.

Ordner schauen jetzt genauer hin

Wiesn-Kontrollen: Wir machen den Sicherheits-Check

  • schließen
  • Johannes Heininger
    Johannes Heininger
    schließen

München - Wegen der Einlass-Kontrollen auf der Wiesn hagelte es schon im Vorfeld viel Kritik. Wir nehmen die Arbeit der Ordner genauer unter die Lupe und fragen die Besucher.

Die Hälfte der im Vorfeld so heiß diskutierten "Hochsicherheitswiesn" ist vorbei. Im Mittelpunkt der Vorkehrungen wegen der Terrorangst stand der Zaun. Ja, den gibt es tatsächlich noch - er scheint aber in den Köpfen der Oktoberfestgänger keine Rolle zu spielen. Gut so. Und auch die befürchteten Mega-Staus an den Eingängen blieben aus. Am Super-Sonnen-Wochenende sah sich das Sicherheitskonzept dem ersten echten Stresstest ausgesetzt - Zeit für den tz-Check!

Die tz-Reporter Johannes Heininger und Ramona Weise.

Eines lässt sich nach der ersten Woche feststellen: Während zum Wiesnstart die Kontrollen an den Eingängen wenig koordiniert waren, wird nun genauer hingeschaut. Eine Staffelung der Ordner in mehrere Reihen macht das möglich. tz-Reporter Johannes Heininger kam zum Anstich noch ungeprüft durch den Eingang, am zweiten Samstag wurde seine Tasche aber genau unter die Lupe genommen. Doch nicht immer klappen die Kontrollen: Der ein oder andere Besucher läuft doch mit unkontrollierter Tasche durch.

Die Gepäckannahmestellen waren am Italiener-Wochenende zeitweise überfüllt. Jetzt sollen zwei zusätzliche Container für Entlastung sorgen. Wiesn-Chef Josef Schmid: "Bitte lassen Sie Rucksäcke und große Taschen daheim." Lange Warteschlangen an den Kontrollpunkten blieben aus. An der Staufalle Hackerbrücke war es ebenfalls entspannt. Und so erlebten die Besucher die Kontrollen.

J. Heininger, R. Weise

Umfrage unter Besuchern

"Wir haben uns durch die Nachrichten bedingt ein wenig mit dem Sicherheitskonzept beschäftigt. Deswegen hat Katharina auch nur ein kleines Tascherl dabei. Wir finden die Kontrollen gut, so wie sie sind."

Katharina (22), Schauspielerin und Tobias (26) Unternehmensberater, München

"Ich verstehe das ganze Problem nicht. Wenn man weiß, dass Kontrollen stattfinden, dann nimmt man halt auch keine größeren Gepäckstücke mit. Meine Frau hat ihre Tasche aufmachen müssen. Ansonsten hatten wir aber überhaupt keine Probleme am Eingang."

Bernhard (43), Zahntechniker aus Rosenheim

"Ich wurde nicht kontrolliert - trotz Tasche. Die Ordner hätten schon strenger sein können. Die Kontrolle bringt nicht viel. Das ist heuer mein erster Wiesn-Besuch. Ich habe keine Angst, deswegen bin ich auch hergekommen. Ich warte noch auf Freunde, mit denen ich ein bisserl ­herumbummle."

Ginette (59), Technische Assistentin aus Unterhaching

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Das Wiesn-Madl von 2016 im Ehe-Glück
Durch den Wettbewerb tz-Wiesn-Madl fanden sie zusammen - jetzt hat Giuliana, die Gewinnerin von 2016, ihren Tobias geheiratet. 
Das Wiesn-Madl von 2016 im Ehe-Glück
Auto mitten auf der Wiesn geparkt - Brummi-Fahrer greift zu drastischer Maßnahme
Weil er sich von einem Auto gestört fühlte, das im Rahmen des Oktoberfest-Aufbaus mitten auf der Wiesn parkte, griff ein Brummi-Fahrer zu einer unflätigen Maßnahme.
Auto mitten auf der Wiesn geparkt - Brummi-Fahrer greift zu drastischer Maßnahme
Regine Sixt lässt auch heuer ihre Damen-Wiesn ausfallen
Vergangenes Jahr hatte Mietwagen-Unternehmerin Regine Sixt ihre traditionelle Damen-Wiesn im Marstallzelt nach 25 Jahren ausfallen lassen. Wegen Sicherheitsbedenken. …
Regine Sixt lässt auch heuer ihre Damen-Wiesn ausfallen
Vintage-Dirndl statt nullachtfünfzehn: Wo es das in München gibt
München - Ist Ihnen das auch schon mal passiert: Sie kaufen ein Dirndl und auf der Wiesn trägt fast jede zweite Frau dasselbe Modell - oder zumindest ein ähnliches? Mit …
Vintage-Dirndl statt nullachtfünfzehn: Wo es das in München gibt

Kommentare