Neue Regeln für das Oktoberfest

Wiesn-Zaun kommt - wenn es nach dem Polizeipräsidenten geht

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München - Im Streit um den Wiesn-Zaun scheint es eine Entscheidung zu geben. Am Rande der Pressekonferenz zur Sicherheitswacht verriet der Polizeipräsident seine Pläne zur Umzäunung der Theresienwiese.

Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä hat sich abermals für einen Zaun um das Oktoberfest ausgesprochen. „Es wird aus meiner Sicht einen Zaun geben“, sagte er am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz. „Ich gehe davon aus. Nur so machen alle Sicherheitsmaßnahmen einen Sinn.“ 

Andrä zufolge könnten wirksame Kontrollen an den Eingängen nur stattfinden, wenn es keine „offenen Flanken“ gebe. Deshalb müsse man zusätzlich zu den geplanten Einlasskontrollen das gesamte Festgelände auf der Theresienwiese gegen Attacken sichern. Zuletzt hatte es Irritationen um das Projekt gegeben. Das erste Konzept von Wiesn-Chef Josef Schmid sah einen mobilen Rollzaun vor, der bei Bedarf ausgefahren werden kann. Er sollte das Oktoberfest bei drohender Überfüllung schützen. Laut Schmid hatten sich zuvor mehrere Sicherheitsbehörden für den Zaun ausgesprochen – darunter auch die Polizei. Doch der Stadtrat lehnte das Vorhaben mehrheitlich ab. Dann kamen Ansbach, Würzburg, und nach dem Amoklauf in München hatte OB Dieter Reiter Taschenkontrollen auf dem Oktoberfest nicht mehr ausgeschlossen. 

Seither arbeiten Schmid und Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle an einem neuen Konzept. Wie das aussehen, was es zusätzlich kosten soll und wie viele Sicherheitskräfte mehr dafür nötig sind – das soll heute bei einer Pressekonferenz erörtert werden.

Das Sicherheitskonzept für die diesjährige Wiesn hatte unter anderem wegen der geplanten Einzäunung der Wiesn für Aufsehen gesorgt.

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Rubriklistenbild: © Schlaf

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