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Die Wiesn wird vegan - heuer gibt‘s für Veganer und Vegetarier mehr als doppelt so viel Auswahl wie 2016.

Oktoberfest 2017

Wiesn für Veganer: Angebot pflanzlicher Speisen hat sich verdoppelt

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Oktoberfest 2017 - Haxn und Hendl? Fehlanzeige. Bei der Wiesn 2017 wird vegan geschlemmt wie noch nie. 

München - Der Foodtrend hin zur pflanzlichen Ernährung ist auf der Wiesn angekommen: Von Kräuter-Pflanzerl und Ofenkartoffel über Schupfnudeln mit Sauerkraut bis hin zu Kürbisragout, Auberginen auf Spinatblättern und veganem Leberkäse - noch nie hatten Besucher auf der Wiesn eine derart große Auswahl an vegetarischen und sogar veganen Speisen. 

Während Veganer heutzutage zwischen veganem Crèpe, Eis oder Apfelstrudel umherflanieren können, blieb ihnen früher nicht viel mehr übrig, als nach der zwar leckeren, aber auf Dauer doch etwas eintönigen Wiesnbrezn zu greifen - und selbst da war nicht sicher, ob tatsächlich keine tierischen Zutaten verwendet wurden. Doch diese Zeiten sind passé. Beispielhaft dafür ist die Speisekarte des Käferzelts, die „geräuchterten Bio-Mandel-Sesamtofu mit jungem Kressesalat, Erbsenspargel und Passionsfrucht-Chili-Dressing“ anbietet. 

Vegan und vegetarisch: Doppelt so viel wie 2016

„Das diesjährige vegane Angebot der Wiesn zeigt, dass der Veggie-Trend immer beliebter wird“, sagt Sebastian Joy, Geschäftsführer von ProVeg, einer internationalen Ernährungsorganisation, die 2017 ins Leben gerufen wurde. Laut deren Schätzung leben in Deutschland aktuell acht Millionen Menschen vegetarisch, 1,3 Millionen vegan. Doch auch Fleischesser achten demnach auf eine ausgewogene Ernährung: Rund 50 Prozent geben an, sogenannte „Flexitarier“ zu sein und Fleisch weniger als vier Mal pro Woche zu essen. Im kulinarischen Angebot der Wiesn spiegelt sich das wider: Mit 38 veganen Gerichten gibt es derer heuer doppelt so viele wie 2016. Auch im vegetarischen Bereich lässt sich das Oktoberfest nicht lumpen: Über 100 vegetarische Gerichte verlocken zum Schlemmen.

Auch die Lederhose wird vegan

Für wen es noch nicht genug ist, auf seine Ernährung zu achten, für den gibt es mittlerweile sogar „vegane“ Kleidung. Der Gedanke dabei ist, dass kein Tier bei der Herstellung des Kleidungsstück gelitten haben soll. So werden beispielsweise Leder, Wolle und Seide abgelehnt. Schwierig, wenn‘s um Lederhosen geht? Pustekuchen. Auch in der Trachtenmode greifen Hersteller bereits nach Alternativen wie Kunstleder, Kork oder Baumwolle.

lg

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