Neuerungen auf dem Oktoberfest

Der smarte Wiesn-Besucher zahlt die Mass per Handy

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Neuerungen auf dem Oktoberfest: Zwei Apps als Bereicherung für Smartphone-Nutzer. Das Rucksackverbot bleibt weiterhin bestehen.

München - Die Wiesn scheint im digitalen Zeitalter angekommen. Bürgermeister und Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) hat die Neuerungen für das Oktoberfest vorgestellt, das heuer stolze 18 Tage dauert (16. September bis 3. Oktober). Schmid zeigte sich sichtlich stolz, zwei Smartphone-Apps präsentieren zu können. Es gibt jetzt eine offizielle Oktoberfest-App, die etwa anzeigt, wie voll die Zelte sind. Und: Auf der Wiesn ist im Jahr 2017 bargeldloses Zahlen möglich – mit dem Smartphone.

Bargeldlos zahlen mit dem Handy

Im Bierzelt jedes Mal den Geldbeutel rauskramen, wenn die Bedienung mit einer neuen Mass kommt – das empfinden viele heutzutage als unpraktisch. Und da die meisten ihr Smartphone sowieso stets parat haben, können sie ab diesem Jahr auch gleich damit zahlen. Der Münchner Unternehmer Maurice Franzl hat zusammen mit dem Bezahlanbieter „Blue Code“ die App „MeinFest“ entwickelt. Damit soll künftig bargeldloses Bezahlen auf dem Oktoberfest möglich sein – sowohl im Bierzelt als auch am Mandelstand und in Fahrgeschäften. Die App ist auf die Bedürfnisse von Wirten, Schaustellern, Bedienungen und Gästen gleichermaßen zugeschnitten. Als Besucher muss man sich die Blue-Code-App auf das Mobiltelefon laden und sich registrieren. Mit dem Handy wird dann direkt vom Bankkonto des Nutzers der gewünschte Betrag abgebucht – ob für die Achterbahnfahrt, die Tüte Mandeln oder die Mass Bier.

Im Zelt selbst würde der Bezahlvorgang dann so aussehen: Der Besucher zückt sein Handy und erzeugt einen Barcode, die Bedienung wiederum gibt die Summe für die Mass Bier auf ihrem Smartphone ein. Der Besucher kann noch Trinkgeld draufschlagen. Dann scannt die Bedienung den Barcode des Besuchers, und das Geld wird direkt von dessen Konto abgebucht.

Heuer bieten bereits rund 60 Schausteller und Wirte den Service an. „Das ist noch nicht flächendeckend“, bedauert Josef Schmid. Er hofft aber, dass in den kommenden Jahren weitere hinzukommen.

Die offizielle Oktoberfest-App

Das geballte Wiesn-Wissen der Stadt München können Smartphone-Nutzer künftig aufrufen mit: „Oktoberfest – die offizielle App der Stadt München“. Das Stadtportal muenchen.de hat die App technisch und inhaltlich umgesetzt. Sie ist in mehrere Bereiche gegliedert: Unter „Neuigkeiten“ findet man aktuelle Artikel, Fotos und Videos. Der Geländeplan zeigt 720 Örtlichkeiten auf der Wiesn – vom Herzerlstand bis zum Geldautomaten. Unter „Termine“ findet man Veranstaltungen von Anstich bis Trachtenumzug. Der „Tipp-Bereich“ bietet Wissenswertes für Einheimische und Touristen. Zudem gibt es einen „Freunde-Finder“, der – mit Facebook verbunden – anzeigt, welche Freunde sich in welchem Zelt aufhalten. Und der „Festzelt-Füllstand“ zeigt, in welchen Zelten die Chancen auf einen freien Platz besonders hoch sind. Die App ist auch auf Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch verfügbar.

Sicherheitskonzept wird beibehalten

Zaun um das Festgelände, Taschenkontrollen, Rucksackverbot: Die Stadt will das Sicherheitskonzept, das im vergangenen Jahr für viel Wirbel sorgte, beibehalten. Es habe sich bewährt. Nach wie vor verboten sind also große Taschen, Rucksäcke und Kinderwagen auf dem Festgelände. „Wir kommen um diese Maßnahme nicht umhin“, sagt Schmid. Dafür gebe es heuer mehr Gepäckaufbewahrungsstellen als im Vorjahr, zehn an der Zahl.

Das Video der Wiesn-Pressekonferenz sehen Sie hier: 

Zum Oktoberfest 2017 berichten wir bereits jetzt in unserem News-Blog. Alles aktuelle rund ums Oktoberfest 2017 finden Sie auch auf unserer Facebookseite zur Wiesn. 

Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa

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