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Wirtin Antje Schneider präsentiert ein Modell ihrer neuen Ochsenbraterei. 

Sanftes Facelift fürs Festzelt

Mehr Luft, mehr Platz: So wird die neue Ochsenbraterei

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Eine umlaufende Galerie, rund ein Drittel mehr Toiletten und eine größere Küche: Die Ochsenbraterei steht heuer nach 37 Jahren mit einem neuen Zelt auf dem Oktoberfest. Wir haben alle Details zu den Plänen.

München - Komfortabler, luftiger, insgesamt moderner soll es werden, kündigten Wirtin Antje Schneider, Spaten-Geschäftsführer Bernhard Klier und Zeltbauer Peter Pletschacher am Montag an. Die Kunst dabei: Der Stammgast soll im Grunde gar nicht merken, dass das Zelt neu ist. Zur Wiesn habe er mit Wirtin Antje Schneider im Grunde immer einen befristeten Ehevertrag, plaudert Spaten-Geschäftsführer Bernhard Klier. Denn die Ochsenbraterei sei das gemeinsame Wohnzimmer. Das nach 37 Jahren nun ein neues Gesicht bekommt.

Im Jahr 1980 hatte Schneiders Vater Hermann Haberl die Ochsenbraterei übernommen und sie zu einem Familien-Essenszelt umgewandelt. Das soll sie nach Meinung seiner Tochter und Frau Anneliese Haberl auch mit dem jetzigen Neubau bleiben. Nach dem Tod Hermann Haberls 2011 führen sie die Ochsenbraterei. Und haben sich nun – ganz im Sinne des Vaters – für eine größere Küche im neuen Zelt eingesetzt.

Seit 1980 sah die Ochsenbraterei so aus. 

Ein Neubau ist immer auch eine Gratwanderung. Liebgewonnenes soll der Stammgast auf keinen Fall vermissen. Und so wird die neue Ochsenbraterei der alten optisch stark ähneln. Der Riesen-Ochse an der Fassade wird – wie auch die Trachtenfiguren im Inneren – lediglich einem vorsichtigen „Facelifting“ unterzogen. 

Neu im Zelt ist die umlaufende Galerie mit Schänke und Raucherbalkon. Auf der Galerie finden mehr Gäste Platz, sie ziehen teils vom Mittelschiff nach oben. Denn im neuen Ochsen gibt es für mehr Komfort breitere Bänke. Und von denen passen dann weniger unten ins Zelt. Die Anzahl der Gäste insgesamt bleibt bei maximal 7641. Für die Besucher – und den Getränkeumsatz – gibt’s rund ein Drittel mehr Toiletten. 

Damit es unten etwas luftiger wird, wandern Plätze auf die Galerie, die ausgebaut wird. 

Mehr Platz auch zwischen den Zelten

Auf Wunsch der Stadt wird der Gang zwischen Fischer Vroni und Ochsenbraterei zehn Meter breiter. So kommen im Notfall Rettungswagen besser durch. Alle weiteren Zelte verschieben sich dadurch um ein Stück. Außerdem wird der vergrößerte Abstand abgefangen, indem kleinere Buden anders platziert werden, so Spaten-Chef Klier. Wie viel das neue Zelt kostet, verriet er nicht. 

Nostalgie: Die Ochsenbraterei um 1930. 

Die Ochsenbraterei in Zahlen

85 Meter lang und 58 Meter breit ist das neue Zelt - und ist damit einen Meter breiter als das alte. Gleichzeitig ragt es 70 Zentimeter mehr in die Höhe. Der Grund: Die Galerie ist nun umlaufend, so haben die Besucher genügend Kopffreiheit. Mehr Gäste dürfen aber nicht in den Neubau (maximal 7641 Personen). 2016 verspeisten die Feiernden übrigens 109 Ochsen, 2015 waren es noch 114 gewesen. Den Bierkonsum ankurbeln könnten im neuen Zelt rund ein Drittel mehr Toiletten, erstmals auch auf der Galerie.

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Bilder: So soll die neue Ochsenbraterei aussehen

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