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Der Einsatz gestaltete sich für die Feuerwehr schwierig.

Stundenlange Sperre

Feuer an der Wiesn: Erster Verdacht, wo der Brand ausbrach - Schaden ist enorm - Acht Verletzte

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  • Lukas Schierlinger
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Ausgerechnet kurz vorm Anstich: In der Nähe des Wiesn-Geländes brannte es am Samstagvormittag. Die Feuerwehr rückte zu einem komplizierten Einsatz aus. Der Schaden ist enorm.

Update, 16.55 Uhr: Mittlerweile hat die Feuerwehr eine Vermutung, von wo aus sich der Brand ausgebreitet hat - und zwar von einem Restaurant mit offener Grillstelle. Wie die Feuerwehr am Samstagabend mitteilte, breitete sich von hier aus der Brand über die Lüftungsanlage in den Müllraum aus und griff dann im weiteren Verlauf auch auf das Aggregat im Müllraum und den Kamin über. Die Feuerwehr räumte das Gebäude. Um allen Glutnestern den Garaus zu machen, mussten einige Teile der Lüftungsanlage mit Gewalt geöffnet werden, was eine heftige Rauchentwicklung zur Folge hatte.

Acht Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen, sechs davon wurden durch den Rettungsdienst in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Weitere 15 Bewohner hielten sich während des Einsatzes in einem Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr auf. Da die Bayerstraße für drei Stunden gesperrt werden musste, kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. 

Der Schaden ist enorm und soll laut Feuerwehr deutlich im sechsstelligen Bereich liegen. Nun ermittelt die Brandfahndung der Münchner Polizei.

Update, 13.06 Uhr: „Gegen 13.30 Uhr wird unser Einsatz abgeschlossen sein“, berichtet Feuerwehr-Sprecher Felsner. Der herbeigeeilte Kaminkehrermeister sei gerade dabei, seine Arbeiten am Brandherd zu beenden. Die ersten Einsatzkräfte werden gerade entlassen. Die Sperrung der Straßenbahn-Strecke wurde aufgehoben.

Aus einem brennenden Kamin entfernte Rohrstücke liegen hinter einem Feuerwehrmann auf dem Boden. Am Rande des Wirteeinzugs sorgte der Feuerwehreinsatz für Aufregung.

Spezialisten im Einsatz

Update, 11.53 Uhr: Der Einsatz unweit des Festgeländes könnte sich nach Informationen der Feuerwehr noch etwa zwei Stunden hinziehen. Spezialisten sind gerade dabei, den als Brandherd vermuteten Kamin zu öffnen. Ein Kaminkehrermeister ist auf dem Weg, um die Einsatzkräfte dabei zu unterstützen. Der aktuell (auch für die Straßenbahn) noch abgesperrte Bereich in der Bayerstraße soll in Kürze für den Verkehr freigegeben werden. Weitere Einschränkungen haben Wiesn-Gänger laut Feuerwehr-Sprecher Andreas Felsner nicht zu befürchten.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr war in der Bayerstraße im Einsatz.

Situation „undurchsichtiger als erwartet“

Update, 11.21 Uhr: Laut Feuerwehrsprecher Felsner stellt sich die Situation „undurchsichtiger dar, als erwartet.“ Der Brand sei wohl tatsächlich in einem Kamin entstanden, habe sich aber nun über eine Lüftungsanlage auf mehrere Geschäfte ausgebreitet. Eine Person sei bereits wegen einer Rauchgasvergiftung in Behandlung. Derzeit sind 14 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr vor Ort.

Beißender Gestank in der Luft - Feuerwehr-Einsatz an der Wiesn

München - Beißender Gestank am Samstagvormittag. Gegen 10.20 Uhr fiel dieser auch vielen Wiesn-Besuchern auf, denn er verbreitete sich schnell. Die Ursache liegt an der Ecke Bayerstraße/Hermann-Lingg-Straße nahe der Wiesn.

Die Feuerwehr bestätigte unserer Onlineredaktion den Einsatz - und gibt weitestgehende Entwarnung für die Wiesn-Besucher. „Es ist ein Kaminbrand“, erklärt Feuerwehrsprecher Andreas Felsner. „Ausgelöst durch Ablagerungen in einem Kamin.“

Alarm kurz vorm Anstich: Feuerwehr muss ausrücken - Bilder vom Einsatz an der Wiesn

Er führt aus: „Da lagert sich über die Jahre irgendwas ab. Das beginnt aus unglücklichen Umständen zu brennen.“ Und das muss ausgerechnet zur Wiesn sein? „Scheinbar.“

Die vorübergehende Einschätzung des Sprechers: „Es ist nicht unmittelbar gefährdend für die Anwohner. Aber der Einsatz läuft noch, ich kann kein Urteil abgeben.“

Alle News zur Wiesn finden Sie hier in unserem Ticker.

Auch Palina Rojinski ist in Wiesn-Stimmung. Jetzt hat sie auch einen folgenschweren Fehler verraten, der ihr auf dem Oktoberfest unterlaufen ist. Die Moderatorin bereut ihn bis heute.

lin

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