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Einsatzkräfte auf und um das Oktoberfest müssen starke Nerven haben.

Oktoberfest-Besucher machen Ärger

„Haste Sch... am Schuh, haste Sch... am Schuh“: Polizeieinsatz endet unappetitlich

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Am Samstagabend sorgten heimreisende Oktoberfest-Gäste wieder für zahlreiche Einsätze für die Bundespolizei. Besonders unappetitlich wurde es für die Beamten, als sie es mit „Kotanhaftungen“ an den Schuhen von Jugendlichen zu tun bekamen.

München - Am Samstagabend kam es zu mehreren Gewaltdelikten nach dem Oktoberfest. Die Bundespolizei hatte nach eigenen Angaben im Bereich von Zügen, S-Bahnen und Bahnhöfen alle Hände voll zu tun mit abreisenden Wiesn-Gästen. Der Spruch „Haste Sch... am Schuh, haste Sch... am Schuh“, wurde für eine Polizeistreife Wirklichkeit und sorgte für einen besonders unappetitlichen Einsatz.

Oktoberfest-Besucher: Handfester Streit um Sitzplatz

Im Regionalexpress von München nach Passau war ein Mann aus dem Landkreis Landshut (52) mit mehreren Jugendlichen um einen Sitzplatz in Streit geraten. Der 52-Jährige soll dabei einen 15-Jährigen bedroht, geschlagen und in den Schwitzkasten genommen haben. Daraufhin soll sich der Jugendliche gewehrt und zurückgeschlagen haben. Nach dem Halt in Moosburg versorgten Sanitäter bei dem Niederbayern zunächst eine stark blutende Platzwunde über dem Auge, ehe der Mann ins Krankenhaus transportiert wurde. 

Jugendliche Wiesn-Gäste attackieren andere Fahrgäste

Am Bahnhof in Oberschleißheim gerieten laut Polizeibericht ebenfalls mehrere Oktoberfest-Besucher aneinander. Zwei Jugendliche (15 und 17) sollen erst einen 67-Jährigen aus Essen geschubst und auf ihn eingeschlagen haben. Als ihm ein 33-Jähriger zu Hilfe kam, wurde auch er von den Jugendlichen aus dem Münchner Norden attackiert und mehrmals ins Gesicht geschlagen. Ein Zeuge alarmierte Polizei und Rettungssanitäter, die die beiden Opfer vor Ort versorgten.

Oktoberfest 2019: Mehrere Einsätze am Hauptbahnhof 

Am Münchner Hauptbahnhof kam es laut Bundespolizei zu Handgreiflichkeiten in mehreren Fällen. Ein 22- und 24-Jähriger hatten kurz vor 22 Uhr einen 19-Jährigen attackiert, der dadurch kurzzeitig das Bewusstsein verlor und Schürfwunden, blutende Kratzer sowie Hämatome im Gesicht erlitt. Er wurde von Rettungssanitätern versorgt. 

Wiesn-Besucher soll DB-Mitarbeiter durch Kopfstoß verletzt haben

Kurz vor Mitternacht soll dann ein 39-Jähriger aus Fürstenfeldbruck zwei Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit durch einen Kopfstoß verletzt haben. Die DB-Security-Mitarbeiter wollten ersten Erkenntnissen zufolge das Glasflaschenverbot im S-Bahnbereich durchsetzen. Als Bundespolizisten hinzukamen, blutete der Fürstenfeldbrucker aus der Nase. Er gab seinerseits an, von den DB-Mitarbeitern geschlagen worden zu sein. 

„Kotanhaftungen“ - Polizeieinsatz endet unappetitlich

Einen weiteren Streit musste die Polizei dann im Zwischengeschoss schlichten, als ein 24-Jähriger aus der Maxvorstadt Mitglieder seiner eigenen Gruppe, mit der er unterwegs war, anpöbelte, als auch andere Reisende. „Eine bevorstehende körperliche Auseinandersetzung konnte nur durch das sofortige Einschreiten der Beamten vermieden werden“, so die Polizei. Als der 24-Jährige einer Identitätsfeststellung unterzogen und zur Wache gebracht werden sollte, verfolgte die Gruppe Jugendlicher die Streife und bedrängte diese verbal wie körperlich. Die Situation spitzte sich laut Pressebericht weiter zu, als die Jugendlichen auf die Beamten losgingen und Widerstand leisteten. Mehrere Personen bedrängten die Streife massiv und waren nur durch die Androhung des Einsatzes von Pfefferspray von körperlichen Übergriffen abzuhalten. Erst als weitere Einsatzkräfte der Bundespolizei hinzukamen, beruhigte sich die Lage. Dennoch endete die Lage für die Polizeibeamten sehr unappetitlich. „Durch Kotanhaftungen an den Schuhen der Jugendlichen wurden die eingesetzten Beamten und deren Kleidung beschmutzt“, heißt es wortwörtlich im Polizeibericht.

Ebenfalls zu einem Polizeieinsatz kam es am Freitag auf dem Oktoberfest: Eine 20-jährige Oktoberfest-Besucherin soll auf der Festzelt-Toilette vergewaltigt worden sein.

Eklig wurde es auch im Hofbräuzelt, wo ein Wiesn-Besucher mitten im Gang pinkelte. Eine Frau traf es besonders schlimm. Mehr zu lachen, hatte die Wiesn-Wache mit einem Oktoberfest-Besucher, der sich nach seiner Festnahme sogar mit einer kuriosen Nachricht bei den Beamten bedankte. Was sonst noch los ist auf der Theresienwiese am letzten Oktoberfest-Tag, berichten wir im News-Ticker.

va

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