Ein Prosit auf die Champagnerkrügerl: Natascha Fischer
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Ein Prosit auf die Champagnerkrügerl: Natascha Fischer.

Schampusgläser für zwei Zelte

„McDonald‘s-Tüte auf Edel“: Sorgt Erfindung für neue Trink-Kultur auf der Wiesn?

Champagner trinken auf dem Oktoberfest? Das sorgt bei vielen Wiesn-Fans für Naserümpfen. Doch eine knallige Erfindung könnte dies 2019 noch populärer machen.

München - Die Wiesn ist nicht nur für Biertrinker da. Freunde edler spritziger Getränke können 2019 in zwei Oktoberfestzelten aus den „kleinen MUCs“ von Natascha Fischer ihren Champagner schlürfen. Es ist das erste eigene Produkt der Kommunikationswirtin und Mutter von sechsjährigen Zwillingen aus Inning, die vor acht Jahren ihre eigene Werbeagentur eröffnet hat. 6500 Krügerl hat sie schon verkauft.

Mit der Idee für das Champagnerkrügerl war die 46-Jährige schon einige Jahre schwanger gegangen. Als sie auf Madleine Heinrich aus Oberfranken traf, wurde ein Produkt daraus. Heinrich ist Produktdesignerin mit einem eigenen Label aus dem Landkreis Kronach. „Eigentlich sollte ich die PR für sie machen“, erzählt Natascha Fischer. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Das Krügerl nahm Form an – „mit schönem Material und schönen Farben“. Während Unternehmen sie schon ab einer Stückzahl von 500 bestellen können, geht der Online-Shop erst im Herbst in Betrieb. Die Adresse: www.derkleinemuc.com.

Oktoberfest 2019: Wie kommt die „McDonald‘s-Tüte auf Edel“ an?

Dafür gibt es die Tasche pünktlich zur Wiesn: Sie sieht aus wie eine McDonald’s-Lunchbag, ist aber aus waschbarem Papier. „Eine McDonald’s-Tüte auf Edel“, so beschreibt Natascha Fischer sie. Die bunte Kette war ihre Idee. Sie ähnelt den süßen Ketten und Armbändern für Kinder, die es an fast jedem Kiosk gibt. Die Kringel sind aber aus Ton.

Das Faible für Buntes und Süßes wurde Natascha Fischer möglicherweise in die Wiege gelegt – ihre Eltern hatten den Kiosk im Münchner Tierpark, erzählt sie. Der Name ihrer Firma, „Kreativ-Kiosk“, kommt deshalb nicht von ungefähr. Sie hat ein festes Team freier Mitarbeiter wie Grafikerin, Programmierer, Illustratorin und zwei PR-Leute.

Der Krug wird in sieben Farben erhältlich sein. Einige Gastro-Betriebe in München haben bereits geordert und nehmen ihn auch als Kaffeehaferl oder servieren Apfelstrudel darin. Der Preis für den „in Europa“ gefertigten Krug steht schon fest: 15,90 Euro soll er kosten. Und was kostet in diesem Jahr eigentlich die Maß Bier? Eine Frage, die viele betrifft und mittlerweile beantwortet ist.

Außerdem: Wer ein ganz besonderes Panorama-Bild vom Münchner Oktoberfest ergattern möchte, kann auf den Turm der St.-Pauls-Kirche hinaufklettern. Doch es gibt eine schlechte Nachricht. 

Tausende Besucher werden zur Wiesn erwartet und werden dort Geld ausgeben. Dabei wäre eine Woche Urlaub günstiger als ein Wiesn-Wochenende.

tz/mm

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