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Trachtenverbot im Café Kosmos.

Alternativen zu den After-Wiesn-Partys

Clubs und Bars: Die besten Adressen für Wiesn-Hasser

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München - Es soll ja Menschen geben, die einen Bogen um die Wiesn machen. Wenn sie abends feiern gehen, wollen sie sich den Club oder die Bar nicht mit Wiesn-Gästen teilen. Das sind die trachtenfreien Zonen.

Während des Oktoberfests kann man sich ja vor lauter After-Wiesn-Partys kaum retten. Es soll aber auch Menschen geben, die beim Weggehen in diesen zwei Wochen gern einen Bogen um angetrunkene Karohemdenfans und um schräg laufende und singende Dirndlträgerinnen machen. Speziell für diese Klientel, die auf Tradition und Tracht pfeift, haben einige Bars und Clubs wieder mal restriktive Einlassregelungen getroffen und verbannen Lederhosen und Dirndl bis einschließlich 3. Oktober. Das sind die Alternativen zu den After-Wiesn-Partys

Schon seit Jahren handhabt das Café Kosmos (Dachauer Str. 7) die Situation so, dass der Türsteher spätestens ab 21 Uhr am Eingang ganz genau hinschaut und alle Interessenten, die verdächtig nach Oktoberfest aussehen, einfach auf dem Gehweg im Regen stehen lässt. „Auch heuer werdet ihr im Kosmos keine Dirndl, Lederhosen, Fischerhemden oder Janker mit edlen Edelweißknöpfen sehen“, heißt es dazu explizit auf der Facebookseite des Kosmos. Also nix mit günstigem Bier, süffigen Apfel-Wodka-Mischungen und fabelhafter Flirtstimmung für Trachtler.

Auch ein paar Meter weiter im Sauna-Club (Marsstr. 22) bleiben Wiesn-Fans in erkennbarem Outfit und Zustand außen vor. Die Betreiber Ole und Till Wierk wollen schon seit ihren Anfangstagen unbedingt verhindern, dass ihr Laden rüberkommt wie ein weiteres Wiesn-Zelt, weil alle Gäste zu bajuwarischen Traditionalisten mutiert zu sein scheinen. Wer trotzdem nach dem Oktoberfestbesuch zum Sauna-typischen Partysound aus den 1990er- und 2000er-Jahren die Hüften shaken möchte, muss also gezwungenermaßen einen Abstecher nach Hause machen und sich umziehen.

Mit Adleraugen observieren auch die Türsteher im Schwabinger Indie-Club Kiste (Siegesstr. 17) die Gäste. Betreiber Markus Mutschler und sein Team haben für die nächsten 17 Tage in ihrem Laden eine „wiesnfreie Zone“ ausgerufen. Statt Blasmusik und Hits zum Mitgrölen spielen die DJs in der Kiste sowieso lieber Electro, Punk, Wave und Soul.

Von den Locations mit explizitem Trachten-Verbot einmal abgesehen, gibt es natürlich noch weitere Clubs und Bars, die eher nicht im Verdacht stehen, massenweise vollgetankte Bierbank-Surfer anzuziehen – einfach weil sie nicht sonderlich kommerzielle Musik spielen. Das sind einerseits Läden mit elektronischer Musik wie das MMA (Katharina-von-Bora-Str. 2a), die Rote Sonne (Maximiliansplatz 5) oder das Palais (Arnulfstr. 16-18), andererseits aber auch alternative Liveclubs wie das Mill a (Holzstr. 28) oder Latin-Clubs wie das neue Latino‘s (Atelierstr. 12), das am Wochenende im Werk 3 im umgebauten Werksviertel hinterm Ostbahnhof eröffnet.

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