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Wie geht es weiter im Zwist um den Wiesn-Bierpreis? Zuletzt hatte diese Frage sogar die Rathaus-Koalition belastet. 

Wiesn-Chef stellte Pläne vor

Bierpreis: Schmid wirbt für seine Wiesn-Reform

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Wie geht es weiter im Streit um die von Bürgermeister Josef Schmid (CSU) beabsichtigte Wiesn-Reform? Noch ist unklar, ob der Stadtrat die vom Wiesn-Chef geplante Bierpreisbremse befürwortet.

Update vom 17. Juli 2017: Es ist immer eine der wichtigsten Fragen zur Wiesn: Was kostet die Mass Bier heuer? Wir bieten einen kompletten Überblick über die Bierpreise in den Festzelten auf dem Oktoberfest 2017.

Update vom 13. Juli 2017: Wie komme ich am besten - und vor allem stressfrei - zur Wiesn? Wir haben bereits zusammengefasst, wo und an welcher Haltestelle Sie beim Oktoberfest 2017 aussteigen können.

München - Am Freitag informierte der Wiesn-Chef bei einem Treffen Vertreter aller Stadtratsfraktionen über seine Pläne. Mitte dieser Woche will Schmid mit den Wirten sprechen, die wie berichtet die geplante Bierpreisbremse kritisieren.

Bei dem Treffen am Freitag schlüsselte Schmid die im Vorjahr auf mehr als fünf Millionen Euro gestiegenen Kosten für die Sicherheit auf. Die Gründe: viel mehr Ordner, Taschenkontrollen am Eingang, der neue Wiesn-Zaun. Im Jahr 2015 kam die Stadt als Veranstalter des Oktoberfests noch mit gut 600.000 Euro Sicherheitskosten aus. Insgesamt verdoppelte sich der Aufwand für die Wiesn von fünf auf zehn Millionen Euro. Geld, das Schmid mit einer Umsatzpacht für die Wirte refinanzieren will. Außerdem soll der Bierpreis bis 2019 auf 10,70 Euro gedeckelt werden – damit die Gastronomen die Mehrkosten nicht an die Gäste weiterreichen.

Lesen Sie hier:„Schmid: Die Stadt macht die Regeln auf der Wiesn“

Ob der Stadtrat den Vorstoß befürwortet, ist unklar

Ob das Konzept so funktioniert, bezweifeln Kritiker. Die Wirte, so heißt es, könnten ja auch die Preise für Essen und nicht alkoholische Getränke erhöhen. Dies würde erst recht Familien treffen. Jedenfalls ist noch überhaupt nicht absehbar, ob der Stadtrat Schmids Vorstoß befürworten wird. Teilnehmer der Sitzung berichteten, der Bürgermeister habe seine Pläne mündlich vorgetragen. Es gebe noch kein schriftliches Konzept. Die SPD – zuletzt verärgert über Schmids medienwirksames Vorpreschen – hüllt sich in Schweigen. Gegenüber unserer Zeitung äußerten sich auch Vertreter anderer Parteien irritiert, dass Schmid vor dem Stadtrat die Öffentlichkeit über seine Pläne informiert habe.

Lesen Sie auch:Immer teurer? Die Wahrheit über Bier, Brezn, Streifenkarte & Co 

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