Wiesn-Start unter verschärften Sicherheitsregeln

Kommentar: Darum müssen wir die Wiesn besuchen

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München - Wird sich die Wiesn 2016 für die Stammgäste anders anfühlen? Die verschärften Sicherheitsregeln haben die Menschen nachdenklich gestimmt. Ein Kommentar von Janina Ventker.

Die Reizworte der vergangenen Wochen haben vielen die Lust auf die Wiesn vermiest: Rucksackverbot. Sicherheitskontrollen. Zaun. Oktoberfestung. Viel wurde im Vorfeld diskutiert, Szenarien durchgespielt. Nun sollte man den Neuerungen eine Chance geben, sich zu bewähren.

„Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren“, sagte der amerikanische Staatsmann Benjamin Franklin vor rund 300 Jahren. Und trifft damit noch heute einen Nerv. Es ist ein schmaler Grat, auf dem die Politiker sich derzeit bewegen. Das zeigt schon der Verlauf der Debatte: Als Münchens zweiter Bürgermeister und Wiesnchef Josef Schmid (CSU) Anfang Juli für einen Zaun um das Festgelände plädierte, sprachen sich Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und die Mehrheit im Stadtrat dagegen aus. Wenige Wochen später erschütterte der Amoklauf beim OEZ die Stadt – und der Zaun wurde nach erneuten Sicherheitsdebatten genehmigt.

Eine Garantie, dass auf der Wiesn nichts passiert, gibt es nicht. Das haben die Politiker immer wieder betont. Doch sie haben gehandelt, damit die Besucher sich so sicher wie möglich fühlen können. Es lässt sich nicht leugnen: Das Oktoberfest hat einen Teil seiner Unbeschwertheit eingebüßt. Doch die diffuse Angst, die viele Menschen umtreibt, ist ein Symptom unserer Zeit – nachdem der Terror nach Europa, nach Bayern gekommen ist.

Wir sollten jetzt nicht kapitulieren, sondern kämpfen. Für die freie Gesellschaft, in der wir leben. Nicht mit Waffen, sondern mit Taten. Dazu gehört auch, das Oktoberfest zu besuchen, so, wie man es immer getan hat.

Janina Ventker

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Rubriklistenbild: © dpa

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