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Oktoberfest: Feierabend ab Mitternacht - Hofbräu-Mitarbeiter im Stress bei Wiesn-Vorbereitung

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Frau Ofenstein und Küchenchef Max vom Hofbräu-Zelt.
Frau Ofenstein und Küchenchef Max vom Hofbräu-Zelt. © Markus Götzfried

Die Vorbereitungen fürs Oktoberfest laufen: Nach zwei Jahren Corona-Pause sind auch der Küchenchef und die Leiterin des Wiesn-Büros vom Hofbräu-Festzelt wieder im „Wiesn-Stress“.

München - Im Hofbräukeller am Wiener Platz laufen die Vorbereitungen für das Oktoberfest auf Hochtouren – und bei der Chefin des Wiesn-Büros Angela Ofenstein und Küchenchef Massamba Diagne steigt die Vorfreude. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause sind die beiden wieder im Oktoberfest-Einsatz im Hofbräu-Festzelt, wie tz.de berichtet.

Angela Ofenstein ist seit 20 Jahren die Chefin des Wiesnbüros. Sie und ihr Team kümmern sich um alles, was rund um die Organisation der Wiesn anfällt. Bei ihr ist bereits viel los, wenn viele noch nicht mal ans Oktoberfest denken. „Wir haben immer genug zu tun, aber die erste Hochphase im Jahr ist zum Start der Reservierungen“, sagt sie. Die ersten kommen im Februar rein – die Saison beginnt dann auf einen Schlag.

Oktoberfest 2022: Wiesn-Büro läuft auf Hochtouren

Während der Wiesn wird im Zelt-Büro durchgearbeitet. „Ich fange in der Früh um 8 Uhr an und verlasse das Zelt so gegen Mitternacht.“ Das Wiesn-Büro kümmert sich um Reservierungen und Kartenzahlungen, platziert, erledigt die Buchhaltung – eben alles, damit der Laden läuft. Und wenn sich alle – vor allem die Besucher – von der fünften Jahreszeit erholen, ist das Team noch mit den Nachbereitungen beschäftigt: Lieferanten bezahlen, Personalabrechnungen machen. „Es ist einfach ein toller Job, denn man hat ja eigentlich nur mit gut gelaunten Menschen zu tun. Jeder freut sich, jeder hat Spaß.“

Das sei ihr in den letzten zwei Jahren auch am meisten abgegangen, sagt die Bürochefin. „Es ist jedes Mal ein bisschen wie Ferienlager“, sagt sie und lacht. Und es herrsche Ausnahmezustand: „Man lässt in den zwei Wochen seinen Alltag komplett hinter sich, versucht, sich von allem frei zu machen und konzentriert sich nur auf die Wiesn.“ Und wenn für den Großteil der Beschäftigten dann alles vorbei ist, geht es für Angela Ofenstein direkt weiter – mit der Vorbereitung des nächsten Oktoberfests.

München: Massamba Diagne ist Küchenchef im Hofbräu-Zelt auf der Wiesn

Anders, aber nicht weniger arbeitsreich, sieht der Wiesn-Alltag für Küchenchef Massamba Diagne – von allen Max genannt – aus. Ob Brotzeitbrettl, Sauerkraut, Hendl, Spareribs, Sauer- oder Schweinsbraten – er hat den Überblick. Seit fast 20 Jahren ist er Küchenchef im Hofbräukeller, und auf der Wiesn dann auch im Hofbräu-Zelt. In seinem Job kommt es vor allem auf eins an: gute Planung. Kalte Platten müssen vorbereitet, Fleisch mariniert, Spareribs vorgekocht werden. Jeden Tag gibt es wechselnde Mittagsgerichte, das heißt: auch die täglichen Lebensmittel-Bestellungen müssen sitzen und den Bedarf genau abdecken. Dabei ist vor allem Erfahrung gefragt – die Max mitbringt.

Küchenchef Max.
Küchenchef Max in seinem Element. © Markus Götzfried

Stressig wird es bei aller Vorbereitung trotzdem, sagt er: „Beim Reservierungswechsel oder zum Mittagsgeschäft vor allem, wenn dann der ganze Besucher-Ansturm auf einmal kommt.“ Während die Gäste sich draußen im Zelt in feuchtfröhlicher Stimmung auf ihr Hendl freuen, sind Max und sein Team in der Küche am Schwitzen.

Auch die Bierpreise für das Oktoberfest 2022 stehen bereits fest. Es gab dabei eine deftige Preis-Erhöhung in allen Festzelten.

Küchenchef kämpft auch mit Schwierigkeiten bei den Wiesn-Vorbereitungen

Gut, dass er und seine Mitarbeiter eine eingespielte Truppe sind. 70 Prozent seiner Leute von 2019 haben sich trotz der zweijährigen Pandemie-Pause wieder zum Wiesn-Dienst gemeldet. Und ein paar nimmt er aus seiner Hofbräukeller-Küche mit. „Das erleichtert meine Arbeit sehr. Die kennen mich, wissen, wie ich koche. Da muss man nicht mehr viel erklären.“ Ein Teil seiner Crew wird allerdings neu sein. „Die muss man erst mal einlernen – was etwas schwierig ist, weil es bei der Wiesn ja wirklich von null auf hundert losgeht.“ Wichtig ist daher das Treffen am Freitag vor Wiesnbeginn. Da ist noch etwas Zeit, sich kennenzulernen, für eine erste ausführliche Besprechung und die ersten Vorbereitungen. Und dann heißt es Vollgas geben.

„Die Wiesn ist schon komisch“, sagt Max und lacht. „Diese 17 Tage, die man zusammen arbeitet, das verbindet einen wie nichts anderes. Ich glaube, das findet man nirgendwo sonst, das gibt es nur auf der Wiesn.“

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