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Karl Häsler (56), Chef vom Encounter, bestätigt die Not der Schausteller, Arbeiter zu finden. 

Am Lohn soll es nicht liegen

Wiesn-Schausteller: Warum will keiner für unsere Fahrgeschäfte arbeiten?

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    Johannes Heininger
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Kann sich kaum jemand mehr mit dem Leben eines Schaustellers identifizieren? Fragt man bei den Betreibern von Fahrgeschäften auf dem Oktoberfest 2017 nach, scheint sich der Negativ-Trend zu bestätigen.

München - Viele Betreiber von Fahrgeschäften klagen ihr Leid – auch der Sprecher der Schausteller. Auf zu niedrige Löhne könne man den Mangel an qualifizierten Arbeitern aber nicht zurückführen… „Wir bezahlen über dem Mindestlohn, aber bekommen trotzdem kein Personal“, sagt Edmund Radlinger, Sprecher der Schausteller auf der Wiesn. Seit Jahren würde sich das Problem verschärfen. 

Edmund Radlinger, Sprecher der Schausteller auf dem oktoberfest 2017. 

In den ersten Tagen nach dem Anstich ist es auch sichtbar: Viele Fahrgeschäfte suchen mit Aushängen nach Aushilfen. Auch in einem Fernsehbeitrag wurde Radlinger kürzlich zu dem Thema befragt, seiner Ansicht nach seien die Aussagen aber in ein falsches Licht gerückt worden. Radlinger sagte in die Kamera, man müsse in Zukunft in ärmeren europäischen Ländern nach Arbeitskräften suchen, höhere Löhne wolle man nicht bezahlen. Der Schausteller-Sprecher stellt in der tz klar: „Mir geht es darum, dass wir in Deutschland einen hohen Bildungsstandard haben. Der Arbeitsmarkt auf dem Bau ist leer gefegt. Auch die Situation für polnische und rumänische Kräfte hat sich in deren Heimat verbessert.“ Diese Länder hätten sich erholt, der Anreiz für ein hartes Leben mit den Schaustellern würde immer häufiger fehlen. Die EU müsse den Arbeitsmarkt auch für andere Länder wie Slowenien oder die Ukraine öffnen. 

Höhere Lohnzahlungen würden gleichzeitig zu einem Anstieg der Fahrpreise auf Volksfesten führen. Auch Karl Häsler (56) kennt das Problem. Er ist Chef der Geisterbahn Encounter und sagt: „Für qualifizierteArbeitskräfte aus Osteuropa ist das Leben im Schaustellergewerbe unattraktiv.“ Auch Albert Aigner, Betreiber des Breakdancer,meint:„Früher war es einfacher.“

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