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E-Zigaretten sind auf der Wiesn unerwünscht.

Rauchen auf dem Oktoberfest

E-Zigaretten sind in Wiesn-Zelten unerwünscht

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München - Zigaretten darf man in Wiesn-Zelten schon lange nicht mehr rauchen. Eine Alternative wäre die E-Zigarette. Doch die Wirte stellen sich quer.

Die Glimmstengel sind seit einigen Jahren aus den Wiesn-Zelten verbannt – Raucher müssen in Extrabereiche gehen oder das Zelt verlassen, wenn sie ihrer Gewohnheit frönen wollen. Der Wiedereinlass ist jedoch nicht garantiert, denn vor den Zelten drängen die Massen. Doch wie das Rauchverbot umgehen? 

Wer raffiniert ist, dem mag schon eine Idee gekommen sein: E-Zigaretten. Da beim Dampfen aromatisiertes Liquid erhitzt und kein Tabak verbrannt wird, fallen sie nicht unter das Nichtraucherschutzgesetz. Doch so einfach ist es nicht. Denn: In den Zelten sind die elektrischen Zigaretten nicht gern gesehen. 

„E-Zigaretten provozieren die anderen Besucher“, erklärte Wirtesprecher Toni Roiderer vom Hackerzelt im vergangenen Jahr. Sobald jemand im Zelt rauche – egal ob normale oder elektrische Zigarette –, würde der Sicherheitsdienst alarmiert. Dieser würde auch Raucher von E-Zigaretten darum bitten, dies zu unterlassen. „E-Zigaretten sind zwar nicht verboten, aber ausdrücklich nicht erwünscht“, sagt Toni Roiderer stellvertretend für alle Wiesn-Wirte, die in ihren jeweiligen Zelten das Hausrecht haben. Nichtrauchen in den Zelten habe sich bewährt, das wolle man beibehalten. Dies sei auch im Sinne der Stadt. Roiderer: „Unser Motto ist: Wehret den Anfängen. Insofern wollen wir das Rauchen in jeder Form unterbinden.“ 

Blöd war das für den E-Zigaretten-Hersteller „PowerCigs“, der 2015 kurz vor Wiesnbeginn damit warb, dass rund zwei Millionen Deutsche „dampfen“ und „E-Zigaretten Rauchern auf dem Oktoberfest grundsätzlich einen Weg aus der Raucherfalle bieten können.“ Doch da hatten sie die Werbung ohne die Wirte gemacht.

Sieben Sachen, die der Wiesngänger nicht braucht

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