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Fröstel-Fest mit Einbußen für Schausteller & Co.: Die erste Wiesn nach Corona-Pause war trotzdem ein Kracher

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Von: Phillip Plesch

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Mit einem lauten Knall haben die Böllerschützen das 187. Oktoberfest zu Füßen der Bavaria beendet
Mit einem lauten Knall haben die Böllerschützen das 187. Oktoberfest zu Füßen der Bavaria beendet. © Achim Schmidt

Mit einem lauten Knall ist das 187. Oktoberfest zu Ende gegangen. Für den gebührenden Abschluss sorgten am Montag traditionell die Böllerschützen.

Das bestimmende Thema waren in den vergangenen 17 Tagen zwar Regen und Kälte, doch für viele war die diesjährige Wiesn trotzdem auch im übertragenen Sinne ein Kracher.

Oktoberfest in München: Böllerschützen-Salve war letzter Höhepunkt der Wiesn

Unter den Augen von Prinz Ludwig von Bayern versammelten sich gestern die Böllerschützen zu Füßen der Bavaria. Hunderte Schaulustige waren gekommen, um dem Treiben zu folgen. Es war der letzte Höhepunkt einer Wiesn, die in Erinnerung bleiben wird.

Traditionell bestimmten die Schützen am letzten Wiesn-Tag das Geschehen
Traditionell bestimmten die Schützen am letzten Wiesn-Tag das Geschehen. © Achim Schmidt

Am 17. September, zum Start des Oktoberfests, hatten sich bereits ab vier Uhr in der Früh junge Menschen vor den Eingängen zur Theresienwiese versammelt. Nach zwei Ausfällen in Folge war der Bierdurst groß. Immerhin erlebten nun gleich drei Jahrgänge ihre erste Wiesn als Erwachsene. Erwarten konnte es offensichtlich auch OB Dieter Reiter (SPD) nicht mehr. Schon einige Sekunden vor zwölf zapfte er mit drei Schlägen an. Dann nahm das Fest an Fahrt auf.

Zum Abschluss wurde bei herrlichem Wetter noch mal ordentlich gefeiert.
Zum Abschluss wurde bei herrlichem Wetter noch mal ordentlich gefeiert. © Achim Schmidt

Die Besucher kamen heuer vor allem aus München und der Region, aber auch viele Amerikaner strömten in die bayerische Landeshauptstadt. Dazu gesellten sich wie gewohnt Franzosen, Italiener, Spanier und Briten. Die Wiesn war wieder mal ein Volksfest der Nationen. Dabei gab es heuer sogar genug Hotelzimmer in der Stadt, und niemand musste ins Umland ausweichen. Das lag sicher auch daran, dass diesmal kaum Gäste aus Asien gekommen waren (wegen der dortigen Corona-Beschränkungen) und gar keine Russen (wegen des Ukraine-Krieges).

Während vor allem Schausteller und Biergarten-Bedienungen unter Kälte und Regen litten, kochte die Stimmung in den Zelten gewohnt über. Hauptverantwortlich dafür: ­Layla! Der vieldiskutierte Ballermann-Hit machte das Rennen zum Wiesn-Kracher des Jahres. Wobei das Prosit der Gemütlichkeit trotzdem das meistgespielte Lied blieb, wie Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) betonte.

Viktoria Ostler (im Bild mit Clemens Baumgärtner) tritt als Münchner Kindl ab.
Viktoria Ostler (im Bild mit Clemens Baumgärtner) tritt als Münchner Kindl ab. © Felix Hörhager/dpa

Das letzte Oktoberfest für Viktoria Ostler als Münchner Kindl

Ein besonderes Oktoberfest war es auch für Viktoria Ostler (29): Sie erlebte ihre letzte Wiesn als Münchner Kindl. Im Oktober wird geheiratet – dann übernimmt gemäß der Tradition ihre Nachfolgerin. „Du lernst so wundervolle Menschen kennen, bekommst tolle Eindrücke, neue Erfahrungen – das ist einmalig“, fasste Ostler ihre Zeit als Repräsentantin der Stadt zusammen.

Zum Böllerschießen kam auch Prinz Ludwig von Bayern.
Zum Böllerschießen kam auch Prinz Ludwig von Bayern. © Achim Schmidt

Gleiches gilt auf dem Oktoberfest eigentlich für alle: Menschen lernen sich kennen, tauschen sich aus und feiern miteinander. Die Wiesn verbindet halt – auch im Jahr 2023 wieder. Dann übrigens vielleicht sogar 18 Tage lang, weil der 3. Oktober nächstes Jahr auf einen Dienstag fällt. Damit ist die Verlängerung zur XXL-Wiesn möglich. pp

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