Ist jetzt kleiner Wiesn-Wirt: der 54-jährige Josef Able mit seiner Gattin Claudia.

Josef Able bekommt Vorzug

Wiesn-Aus für Poschner's Hühnerbraterei

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  • David Costanzo
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München - 2014 schaffte Siegfried Able den Sprung als Wiesn-Wirt aufs Oktoberfest, er kam für Steuersünder Sepp Krätz. Aus dem Hippodrom wurde der Marstall. Nun folgt dem 51-Jährigen sein großer Bruder Josef (54) nach.

Allerdings nur als einer der kleinen Wirte. Wie unsere Zeitung erfuhr, hat der Wirtschaftsausschuss Josef Able die Zulassung erteilt. Das Opfer ist offenbar Poschner’s Hühner- und Entenbraterei, die im vergangenen Jahr erst 80-jähriges Wiesn-Jubiläum gefeiert hatte.

Gestern hat der Wirtschaftsausschuss der Stadt über die Zulassungen für das diesjährige Oktoberfest entschieden: 1214 Beschicker hatten sich heuer für das größte aller Volksfeste beworben – 568 sollten zugelassen werden. Für Poschner’s hat es nach Informationen der tz nicht gereicht. Das Aus nach 80 Jahren. Die Schausteller des Frühlingsfests hatten es bereits vergangene Woche gemunkelt.

Stattdessen darf mit Josef Able das zweite Mitglied der neuen Wirte- Dynastie auf die Wiesn. Weder Able noch Poschner’s-Chef Berni Luff wollten sich gestern äußern, berichtet die tz. Sie wussten noch nichts von ihrem Glück, beziehungsweise Pech. Auch Wiesn-Chef und zweiter Bürgermeister Josef Schmid (CSU) wollte keinen Kommentar abgeben, ehe alle Verträge unterschrieben sind.

Jeder kennt die Braterei neben dem Hacker- Zelt mit seinen 350 Plätzen. Dass es nun zu diesem Wechsel kommt, begründet das Wirtschaftsreferat mit dem jährlich neuen Auswahlverfahren: Alle Bewerbungen werden im Vorfeld nach 13 Kriterien bepunktet – darunter Volksfesterfahrung oder Ortsansässigkeit. Daraus wird eine Rangliste erstellt. Offenbar konnte das Referat sein Vorgehen für eine Mehrheit nachvollziehbar machen. Manch einer meinte hinterher: Ein bissl frischer Wind könne dem Fest auch guttun. Anderen tat die Entscheidung leid. Aber die Punkte würden jedes Jahr neu vergeben – vielleicht reiche es im nächsten Jahr wieder.

Josef Able wird an selber Stelle wie Poschner‘s stehen – in gleicher Größe und ebenfalls als Hühnerbraterei. So ganz neu ist Josef Able ohnehin nicht. Er ist seit über 30 Jahren Wiesn-Beschicker, 2010 bekam er erstmals die Zulassung mit einem Spanferkel-Stand.

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