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Dekorateurin Ute Schreiter (r.) übergibt Ursula Eymold vom Münchner Stadtmuseum das Riesen-Gemälde.

20 Meter breites Bild

Warum ein Stück der Fischer-Vroni jetzt ins Museum kommt

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    Janina Ventker
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Seit den 1950er Jahren hing das Gemälde hing das riesige Gemälde im Giebel der Fischer-Vroni. Bis zum Umbau im Jahr 2000. Jetzt findet das Bild ein neues Zuhause.

München - Mehr als drei Meter hoch – und 20 Meter breit: So eine Spende bekommt das Münchner Stadtmuseum auch nicht jeden Tag! Sie kommt von Johann Stadtmüller (54), Wirt der Fischer-Vroni auf dem Oktoberfest.

Der hat das riesige Gemälde dem Museum gestern übergeben. „Das Bild müsste noch von meinem Opa sein und ist wohl in den 1950er-Jahren entstanden“, erzählt Stadtmüller. Ein Brauereigespann zeigt das Kunstwerk, der Kutscher lädt gerade Bierfässer ab. Der Platz des Bildes war lange Zeit der Giebel der Fischer-Vroni. Doch in den 2000er-Jahren bekam das Traditionszelt ein neues Gesicht, der Giebel wurde breiter. Und das Gemälde fand keinen Platz mehr.

Trotzdem war es jahrelang immer in den Containern des Zeltes, wenn es zum Wiesn-Aufbau ging, berichtet Stadtmüller. So auch heuer. Beim Auspacken hatte Dekorateurin Ute Schreiter (50) dann die Idee, das Riesen-Gemälde dem Stadtmuseum anzubieten. Seit 25 Jahren kümmert sie sich darum, dass in der Fischer-Vroni zum Oktoberfest-Beginn alles am rechten Fleck ist. Die Dekorateurin rief beim Stadtmuseum am Dienstag an. „Und dann ging alles ganz schnell“, sagt sie.

Einen Tag später schon holte es Ursula Eymold mit einem Transporter ab. Eymold ist die Sammlungsleiterin Stadtkultur und Volkskunde des Museums. Sie habe sich sehr gefreut, als das Angebot kam, sagt sie. Das Gemälde sei ein „interessantes Stück“. Nun kommt es erst einmal ins Museumsdepot der Landeshauptstadt in Freimann. Dort reinigen und restaurieren Profis das Kunstwerk.

Das Zelt-Bild ist im Depot in bester Gesellschaft: Dort lagern viele weitere Exponate zum Thema Schaustellerei und Oktoberfest. Deswegen ist das Kunstwerk auch nicht das größte Exponat in der Lagerstätte, wie Eymold sagt. „Wir haben die größte Sammlung zur Schaustellerei der Welt. Jetzt ist es sehr schön, auch noch ein Exponat zum Thema Bier zu haben.“ Und auch Fischer-Vroni-Chef Stadtmüller ist mit der Weitergabe sehr glücklich. Es sei schön, dass das Gemälde nun eine neue Verwendung habe.

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