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Wiesn-Chef Josef Schmid will wieder mehr Reservierungen für die Münchner ermöglichen. Und Wucher durch Mindestabnahme-Vorgaben verhindern.

Mehr Reservierungen, weniger Abzocke

Stadtrat beschließt Regeln gegen Wiesn-Wucher

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München - Münchnerischer und gemütlicher soll sie wieder werden, die Wiesn: Der Stadtrat hat am Dienstag entsprechende neue Regeln für das Oktoberfest beschlossen.

Der Stadtrat hat sich am Dienstag auf neue Reservierungsregeln für das Oktoberfest geeinigt. Wie berichtet will Wiesn-Chef Josef Schmid wieder mehr Reservierungen für die Münchner ermöglichen. Und Wucher durch Mindestabnahme-Vorgaben verhindern.

In den großen Zelten dürfen die Wirte für Reservierungen im Mittelschiff künftig höchstens noch eine Mindestabnahme von zwei Mass Bier und einem halben Hendl verlangen. Das ist die traditionelle Vorgabe in den Zelten – war nach Angaben von Schmid aber in Einzelfällen immer mehr überschritten worden. Darüber hinaus wird den Wirten die Möglichkeit gegeben, an Samstagen, Sonntagen und am 3. Oktober jeweils bis 15 Uhr den Anteil der Reservierungen um 15 Prozent zu erhöhen. Aber nur wenn sie die Plätze an Münchner vergeben – und keinen Mindestverzehr voraussetzen.

„Die Wiesn wird damit ein Stück münchnerischer“, sagte Josef Schmid am Dienstag. Auch die teilnehmenden Wirte hätten mehr Wechsel bei den Gästen. „Das tut der Stimmung im Zelt gut“, sagte Schmid. Wiesn-Stadtrat Georg Schlagbauer (CSU) sagte: „Wir haben nach intensiven Diskussionen die größten Ausreißer bei den Reservierungskonditionen eingebremst“, sagte Schlagbauer. „Wir setzen sehr auf das Mitwirken der Wirte.“ Die hatten sich wie berichtet zuletzt wenig interessiert gezeigt, die neuen, freiwilligen, Reservierungsregeln für Münchner umzusetzen.

Man dürfe „gespannt sein“, ob die Wirte das Angebot annähmen, hieß es dann auch von der SPD. „Die Wiesn soll bodenständig und ein Fest für alle bleiben“, sagte SPD-Stadtrat Helmut Schmid.  

fm

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