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Wirtefamilie Steinberg in ihrem Hofbräu-Festzelt: Ricky, Margot, Günter und Silja Schrank-Steinberg.

Video-Überwachung auf dem Oktoberfest

Angst vor Terror: Wiesn-Wirte installieren Kameras

München - Kameras gegen die Angst vor einem Anschlag auf das Münchner Oktoberfest. Das Hofbräu lässt seine Gäste in und ums Festzelt rund um die Uhr überwachen. Das Hacker-Festzelt zieht mit.

Das Hofbräu-Festzelt.

26 Kameras gegen die Terror-Angst. Das Hofbräuzelt rüstet aus Sorge vor einem Anschlag auf, berichtet die Bild-Zeitung. Als erste Wiesn-Wirte ließen Vater Güter und Sohn Ricky Steinberg eine 50.000 Euro teure Kamera-Anlage im inneren des Zeltes anbringen. 26-Infrarot-Video-Kameras im und außerhalb des Zelts laufen demnach 24 Stunden am Tag.

"Wir wollten zusammen mit der Brauerei alles tun, um das Wohlergehen der Gäste sicherzustellen. In diesen Zeiten weiß man leider nie, ob Einzelspinner unterwegs sind", sagte Günter Steinberg dem Blatt. Auf was er sonst noch vertraue? Auf Gott, das Sicherheitssystem der Stadt und die eigenen Securitys. Dennoch habe er ein "mulmiges Gefühl". 135 und damit 25 Sicherheitskräfte mehr als im Vorjahr überwachen die größte Party des Jahres im Hofbräu. Für ein besseres Gefühl sollen auch die verlegten Kontrollen führen. "Statt am Zelteingang, müssen Besucher bereits vor dem Zutritt zum Biergarten mit Sicherheitsuntersuchungen rechnen", sagte Konrad Bertels, der Sicherheitschef von Hofbräu, der Bild.

Und noch etwas ist neu: Alle Mitarbeiter müssen während der 18 Tage immer ihren Dienstausweis mit Personalnummer tragen, der wiederum an einem eigens geschaffenen Personaleingang kontrolliert werde. "Wer ihn nicht dabei hat, kann nicht arbeiten", sagt Bertels. Nichts soll dem Zufall überlassen werden, damit das mulmige Gefühl der Ausgelassenheit weichen kann.

Videoüberwachung auch im Hacker-Festzelt

Auch Wirte-Sprecher Toni Roiderer hat sein Hacker-Festzelt, den „Himmel der Bayern“, in diesem Jahr mit 30 Kameras ausgestattet. „Überall, wo es wichtig ist“, werde in diesem Jahr gefilmt. Ob es in diesem Jahr Videoüberwachung noch in weiteren der insgesamt 15 großen Festzelte gebe, wisse er nicht. Auch die Wiesn-Pressestelle der Stadt München konnte dazu keine Angaben machen.

Die beiden Zelte sind allerdings nicht die ersten, die das Feiervolk filmen. Im Bräurosl-Festzelt gebe es schon seit Jahren Kameras, sagte Festwirt Georg Heide - allerdings nicht zur Aufzeichnung, sondern zur aktuellen Übersicht. So könnten etwa bei besonders starkem Andrang vor den Toiletten mehr Ordner dorthin geschickt werden. Auch das Marstall-Zelt, das 2014 der Nachfolger des Hippodroms wurde, hatte laut einer Sprecherin schon von Anfang an Überwachungskameras.

Das Armbrustschützenzelt hat sein Sicherheitskonzept in diesem Jahr so gut wie nicht verändert. „Wir denken, dass von der Stadt aus genug getan wird“, sagte ein Sprecher. Bräurosl-Wirt Heide sieht sogar einen Vorteil: „Grundsätzlich haben es die Ordner dieses Jahr leichter, weil die Stadt ja schon alle Rucksäcke am Eingang kontrolliert.“ Das hätten früher seine Leute am Zelt gemacht.

mke/dpa

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