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Vincent Burgert mit einem Mandanten vor Gericht im März 2016. 

Kanzlei verteidigt nach Wiesn-Strataten

Die Wiesn-Anwälte: Der Notruf für Besucher

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Wenn bei Vincent Burgert das Telefon klingelt, gab es auf der Wiesn Stress: Denn bei ihm melden sich die Besucher, die nicht nur mit dickem Schädel aufwachen, sondern oft auch ein dickes Problem haben.

München - Oft haben sie da schon eine Nacht in der Zelle verbracht, der Gerichtsprozess steht bevor. Burgert hat die Nummer gegen Kummer. Mit seiner Kollegin Eva Maria Krötz ist der Bogenhausener Rechtsanwalt rund um die Uhr erreichbar. „Während der Wiesn gibt es besonderen Bedarf an rechtlichem Beistand. Viele wissen dann nicht, an wen sie sich wenden sollen“, sagt der Strafverteidiger. 

Täglich melden sich bis zu zehn Wiesn-Besucher in seiner Kanzlei. Suff und Selbstüberschätzung sind oft die Gründe, dass sie das Gesetz brechen. Das soll Burgert wieder ausbügeln. 25 Wiesn-Fälle hat er 2016 verteidigt. Eine versuchte Vergewaltigung oder am häufigsten Masskrug-Schlägereien: „Leider der Klassiker. Es kam zu heftigen Verletzungen.“ Fast täglich geht es für Besucher mit Blaulicht zum Polizeipräsidium. Dafür rät Burgert: „Egal, wie viel Bier man getrunken hat, bei Festnahmen gilt die eiserne Regel: Schweigen und den Strafverteidiger anrufen.“ Sein Notruf ist unter 0152/53529213 ereichbar. 

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