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Mehr Zuckerwatte, weil die Fahrgeschäfte weniger kosten. 

Wie die Stadt München das machen will

2017 soll der Wiesn-Besuch für Familien billiger werden

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München - Die Stadt München will niedrigere Preise bei Fahrgeschäften ermöglichen, indem sie die Standgebühren für familienfreundliche Betriebe senkt. Auch auf der Oidn Wiesn gibt es Veränderungen. 

Ein Wiesn-Besuch ist teuer, vor allem für Familien. Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, eine Fahrt im Karussell – da kommt schnell ein hübsches Sümmchen zusammen. Besonders die Fahrgeschäfte sind kostspielig – und nicht für jeden erschwinglich. Die Stadt will aber auch Familien mit schmalem Geldbeutel den Besuch auf dem Oktoberfest ermöglichen und plant deshalb eine Anpassung der Standgelder. Diese müssen Wirte, Schausteller und Budenbetreiber für einen Platz auf der Wiesn an die Kommune abführen. Die Standgelder der Schaustellergeschäfte will das Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW), Veranstalter der Wiesn, fürs nächste Jahr neu kalkulieren und familienfreundliche Geschäfte entlasten. „Dadurch sollen auch hier deutlich günstigere Fahrpreise ermöglicht werden“, so das Ziel des RAW.

Eine Neukalkulation der Standgebühren für das Oktoberfest 2017 hatte das RAW ohnehin geplant, um die Kosten für das millionenschwere neue Sicherheitskonzept zu refinanzieren. Davon dürften vor allem die Wirte betroffen sein, die sich auf deutlich höhere Standgebühren gefasst machen dürfen. Was das für die Bierpreise 2017 bedeutet, dazu bedarf es wohl keiner großen Phantasie.

Änderungen wird es nächstes Jahr auch auf der Oidn Wiesn geben. Besonders hart trifft es das historische Fahrgeschäft „Velodrom“, das ganz verschwinden muss. Dies hat das RAW beschlossen. Den Platz des Velodroms wird ein Volkssängerzelt in gleicher Größe einnehmen. Dieses soll nach Vorstellung des RAW „die Lücke zwischen traditioneller Musik und Brauchtum, die im Festzelt Tradition eine Heimat gefunden hat, und der modernen Volk(x)musik, wie sie im Musikantenzelt geboten wird, schließen“. Die Oide Wiesn muss heuer wegen des Zentralen Landwirtschaftsfests pausieren.

Im Velodrom konnten Besucher auf einer Holzfahrbahn antike und skurrile Fahrräder testen und im Kreis um die Wette fahren. Von 1901 bis 1962 stand das Belustigungsgeschäft regelmäßig auf dem Oktoberfest. Auf der Oidn Wiesn bot es 690 Sitzplätze im Zelt und 100 im Biergarten. Die Resonanz der Besucher ließ allerdings zu wünschen übrig. 2014 erlaubte die Stadt den Bierausschank. Dies lockte zwar mehr Gäste an, der ursprüngliche Zweck des Zeltes trat aber zunehmend in den Hintergrund. Statt geradelt wurde getrunken und gefeiert. „Die Idee, das bereits von den Volksfesten verschwundene Belustigungsgeschäft auf der Oide Wiesn wieder zu beleben, konnte insoweit nicht verwirklicht werden“, heißt es im RAW. Den Platz des Velodroms soll nun ein so genanntes Volkssängerzelt einnehmen. Geplant sind dreimal täglich 45-minütige Auftritte mit Musikkabarett und Volkssängern. In den verbleibenden Zeiten soll laut RAW unverstärkte traditionelle Blas- oder Volksmusik gespielt werden. Das Zelt soll in etwa der Größe des Velodroms entsprechen. Die Innenausstattung des Volkssängerzeltes wird einem Altmünchner Wirtshaussaal nachempfunden. In zwei Wochen sollen dem Stadtrat die Ideen präsentiert werden.

Korrigieren will die Stadt auch Fehlentwicklungen bei den historischen Schaustellergeschäften. Voriges Jahr waren alte Geschäfte zweckentfremdet und alte Spielbuden in lukrative Imbiss- oder Süßwarengeschäfte umgebaut worden. Künftig will die Stadt vorschreiben, dass das traditionelle Geschäft auch zum ursprünglich vorgesehenen Zweck verwendet und mit Originalausstattung angeboten werden muss. Das Angebot soll auch aus zeitlich passenden Sortimenten bestehen und in passender historischer Berufskleidung betrieben werden. So war es auf der Oidn Wiesn vorgekommen, dass in einem Geschäft von anno dazumal Slush-Eis angeboten wurde. Und der Verkäufer trug T-Shirt.

An alle Eltern, die mit Kindern auf die Wiesn gehen

An welchen Tagen ist der Wiesn-Besuch mit Kindern am günstigsten? Darf der Kinderwagen mit? Und die Wickeltasche? Mit diesen Tipps wird das Oktoberfest ein schönes Erlebnis für Familien.

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