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Schichtl-Betreiber Manfred Schichtl findet: Alle müssen zusammenhelfen, damit die Wiesn nicht noch teurer wird.

Oktoberfest

Wiesn: Das Bier wird teurer - Schichtl und Co. schäumen

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Die Ankündigung der Wirte, die Preise auf dem Oktoberfest heuer deutlich anzuheben, stößt nicht überall auf Verständnis. CSU-Chef Manuel Pretzl will sogar das Thema Bierpreisbremse wieder ausgraben. Kritik kommt auch von Wiesn-Beschickern.

Beim Schichtl rollen auch schon mal Köpfe. Traditionell zur Wiesn zelebriert das Traditionstheater laut eigenen Angaben „die Enthauptung einer lebenden Person auf offener, hell erleuchteter Bühne mittels Guillotine, also dem Fallbeil, und das seit 1869.“ Beim Schichtl mithin geht es schon mal deftig zu. Und auch Schichtl-Betreiber Manfred Schauer ist ein Freund offener Worte. „Die Preisspirale dreht sich zu heftig – so schafft sich die Wiesn selber ab“, sagte er unserer Zeitung.

Hintergrund ist die Erhöhung der Umsatzpacht für die Wiesn-Wirte. Wie berichtet, müssen die Gastronomen an die Stadt mehr Abgaben für die Sicherheitsleistungen abführen. Die Umsatzpacht wird daher für große Zelte von 5,1 auf 7,8 Prozent angehoben, bei kleineren Betrieben auf 6,1 Prozent. Diesen finanziellen Mehraufwand der Wirte soll der Verbraucher zahlen – für Mass und Hendl. Schichtl warnt: „Das Oktoberfest darf nicht zu einer reinen Veranstaltung für zahlungskräftige Touristen werden, man muss auch an die Münchner und die Leute aus der Umgebung denken.“

„Beim Oktoberfest an einem Strang ziehen“

Auch CSU-Chef Pretzl richtet mahnende Worte an die Wirte. Die Stadt verhalte sich in Sachen Sicherheit verantwortungsbewusst. „Das erwarten wir im Gegenzug genauso von den Wiesn-Wirten. Beim Oktoberfest müssen wir alle an einem Strang ziehen, damit das Fest ein echtes Volksfest für alle bleibt. Vor diesem Hintergrund werden wir die Frage einer Bierpreisbremse situationsabhängig diskutieren.“

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Stadträtin Lydia Dietrich (Grüne) sagte gestern auf Anfrage, dass man den Wirten nicht die Preise vorschreiben könne. Allerdings: „Was wir aber schon machen können, ist, immer wieder anzumahnen, dass die Preise im Rahmen bleiben sollen, damit sich auch Familien die Wiesn noch leisten können.“ Auch Stadträtin Gabriele Neff (FDP) hält wenig von Preisbremsen auf dem Oktoberfest. „Wenn wir alle Preise deckeln und die Wirte nehmen weniger Geld ein, dann steigt die Umsatzpacht im nächsten Jahr. Das halte ich in der freien Marktwirtschaft für falsch.“

SPD-Chef Alexander Reissl nimmt die Wirte indes in Schutz. „Das sind Unternehmer, die müssen kalkulieren. Sie haben ihre Kosten für die Brauerei, die Zeltbauer oder die Lieferanten. Und eben auch von der Stadt. Die Erhöhung der Umsatzpacht wird sich natürlich auf die Preise niederschlagen.“ Eine Debatte über eine Deckelung, etwa des Bierpreises, will Reissl aber nicht mehr führen.

Josef Schmid verteidigte die Anhebung der Abgaben

Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) verteidigte am Montag die Anhebung der Abgaben. Wie berichtet, hatte die Stadt wegen der erhöhten Sicherheitskosten für die Wiesn 2017 erstmals die Umsatzpacht erhoben und schon für Mehrkosten bei den Wirten gesorgt. Die hatten zuvor lediglich Standgebühren entrichtet, die sich an den Quadratmeterzahlen bemaßen. Da die Höhe der Umsatzpacht auf Schätzungen basierte, sei klar kommuniziert worden, dass sie „erhöht werden muss, falls sie nicht ausreicht“, sagt Schmid.

Wirtesprecher Peter Inselkammer war dennoch „schockiert, dass sie so stark steigt. Ich hatte von niedrigeren Zahlen gehört.“ Nicht zu vermeiden sei nun, dass die Preise auf der Wiesn steigen – aber moderat. „Wir können nicht alles über die Preise abbilden. Das haben wir letztes Jahr nicht getan, das werden wir auch dieses Jahr nicht tun.“

Von Sascha Karowski, Uli Heichele und Ramona Weise

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