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Das Löwenbräuzelt.

Wiesn-Festzelte und ihre Wirte im Portrait

Wiesn-Serie: Das Löwenbräu-Zelt - eine schöne Ochsen-Tour

Die Vorfreude steigt: Am 22. September startet das 185. Oktoberfest. In unserer Serie stellen wir die Festzelte und die Wirte vor. Heute: Das Löwenbräuzelt.

München - Hans-Peter Stadler (63) ist schon über 20 Mal beim Wiesn-Einzug auf einem Löwenbräu-Wagen mitgefahren. „Das schönste ist der frische Duft der Wiesn, wenn man reinfährt und alles noch ganz sauber ist“, sagt Stadler. „Und natürlich, wenn man die ganzen fröhlichen Menschen sieht. Das ist einfach ein schönes Gefühl.“

Das Löwenbräuzelt.

Stadler ist seit fünf Jahren Vorstand im Verein Turmfalken, besser bekannt als „Damische Ritter“. Unter diesem Namen gibt der Verein jährlich Faschingsbälle. Mitglied ist der selbstständige Finanzberater aus Baierbrunn bereits seit 1982. „Seit Jahrzehnten haben wir Damischen Ritter im Zelt fest reservierte Plätze“, so Stadler. „Das haben wir unserem Vereinsfreund Wiggerl Hagn zu verdanken.“ Hagn ist Ehrenhelmträger des Vereins. Diese Auszeichnung verleihen die Damischen Ritter an Menschen, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben.

War schon mehr als 20-mal beim Wirte-Einzug dabei: Hans-Peter Stadler.

Damische Ritter beim Wiesn-Einzug dabei

Der Wagen der Damischen Ritter.

„Seit der Jahrtausendwende, 2002 oder 2003, haben wir einen eigenen Wagen. Den hat uns Löwenbräu zur Verfügung gestellt“, so Stadler. Bis zu 30 Menschen passen auf den Wagen. Das sind zum Teil Vereinsmitglieder mit deren Familien und Gäste, die dem Verein besonders wohlgesonnen sind. „Mein inzwischen 30-jähriger Sohn war auch schon ein paar Mal dabei“, erzählt Stadler. „Das ist jedes Jahr für alle Beteiligten eine große Freude.“ Nur einmal sei etwas schief gelaufen. „Vor ein paar Jahren hat ein Pferd gescheut. Deshalb haben wir kurzzeitig einen Stau verursacht. Der Wagen musste aus dem Verkehr gezogen werden und wir sind zu Fuß weiter gegangen“, erinnert sich Stadler und lacht. Dennoch seien alle pünktlich zum Anstich erschienen.

Schon bevor sie ihren eigenen Wagen hatten, waren die Damischen Ritter beim Wiesn-Einzug immer dabei. „Wir sind bei den Bedienungen mitgefahren“, sagt Stadler. Allen voran fährt immer der Wiesn-Wirt Wiggerl Hagn mit seiner Tochter, Stephanie Spendler, im Ochsengespann. Mit auf dem Wagen: Ein Mutterfass Bier mit 4000 Liter Löwenbräu Wiesnbier. Danach folgt der Rest der Familie in Kutschen sowie die Wagen der Mitarbeiter und der Damischen Ritter.

Der Verein Turmfalken hat aktuell 48 Mitglieder und trifft sich jeden Donnerstag um 19 Uhr zum Stammtisch im Löwenbräukeller. Gegründet wurde der Männer-Verein 1928 im Turm des Wirtshauses – daher auch der Name: Turmfalken. „Wir freuen uns immer über neue Mitglieder“, sagt Stadler. Besonders wichtig ist dem Verein das Bayerische Brauchtum und der Fasching. Am 1. März nächsten Jahres findet die Große Ballnacht statt.

Bis dahin ist es noch eine Weile hin. Nun freut sich Stadler erst einmal auf die Wiesnbierprobe der Damischen Ritter am 14. September in der Hirschau und natürlich auf den Wiesn-Einzug.

Löwenbräuzelt: Das Zelt in Kürze

  • Bierpreis: 11,50 Euro
  • Die Brauerei: Löwenbräu
  • Halbes Hendl: 12,20 Euro
  • Schmankerl: Besonders zu empfehlen ist der Kaiserschmarrn aus der gusseisernen Riesenpfanne mit Rosinen und Apfelmus für 13,50 Euro
  • Günstig essen: Es gibt drei verschiedene Mittagsgerichte von Montag bis Freitag, preislich liegen sie zwischen 11,20 und 13,50 Euro
  • Sitzplätze: 5800 Plätze im Zelt, 2700 im Biergarten
  • Raucher: Rauchen ist nur im Biergarten erlaubt, es gibt keine speziellen Rauchereingänge
  • Musik: Im Löwenbräuzelt spielen Bert Hansmaiers Heldensteiner (Montag bis Freitag von 12 bis 15 Uhr und ab 16 Uhr, Samstag und Sonntag ab 11 Uhr)
  • Neuerungen: Die Küche ist mit den neuesten Geräten auf einen modernen Stand gebracht worden.

Die Wirtefamilie

Michael und Stephanie Spendler, Christa und Wiggerl Hagn, Wirt der Hirschau (v.l.).

Stephanie Spendler (51, Foto 2.v.l.) führt das Löwenbräuzelt zusammen mit ihrem Papa Wiggerl Hagn (78, rechts). Dessen Eltern waren ab 1953 Wirte im Schützenzelt. Als sein Vater 1956 verstarb, half der 16-jährige Wiggerl seiner Mutter im Zelt. Ab 1961 war er Wirt im Schützenzelt. 18 Jahre später bekam die Familie den Zuschlag fürs Löwenbräuzelt. 1999 wurde Wiggerl und Christa (75, 2.v.r.) Hagns Tochter Steffi auch Wiesn-Wirtin. Ihr Mann Michael (56, links) und die Söhne Johannes (25) und Lukas (23) werkeln mit im Wiesn-Team. Stammbetrieb der Familie ist die „Hirschau im Englischen Garten“, ein Restaurant mit großem Biergarten.

Laura Felbinger

Quelle: tz

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