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#Wiesnwache? Twitter-User flehen Münchner Polizei vergeblich an – doch die hat eine Alternative parat

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Von: Patrick Mayer

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Viel zu tun: die Polizei München auf der Wiesn 2022.
Viel zu tun: die Polizei München auf der Wiesn 2022. © IMAGO / Smith

Die Social-Media-Abteilung der Münchner Polizei erfreut sich rund um das Oktoberfest großer Beliebtheit. Zur Wiesn 2022 gibt es eine Neuheit bei Twitter.

München - „Drei Schläge, zwei Jahre, auf eine friedliche #Wiesn“. Es war am Samstag (17. September) beim Oktoberfest-Anstich das Twitter-Posting, mit dem auch die Polizei München die Wiesn nach insgesamt drei Jahren coronabedingter Pause wieder feierlich eröffnete. Mutmaßlich in der Hoffnung, möglichst wenig zu tun zu bekommen. Schließlich galt es bei der zuvor letzten Auflage 2019 insgesamt 469 Straftaten zu verfolgen. Einzig auf der Theresienwiese, dem Volksfestgelände mitten in der Isarmetropole.

Polizei München auf dem Oktoberfest: Hashtag #Wiesnwache wird bei Twitter vermisst

Erwartungsfroh kommentierte eine Nutzerin den Tweet: „Endlich wieder #Wiesnwache!“ Damit meinte sie wohl nicht den gleichnamigen Polizeicontainer auf der Wiesn, rund um den es mitunter zur Sache geht.

Sondern die Begabung der Social-Media-Abteilung aus dem Münchner Polizeipräsidium, das, was auf dem Oktoberfest geschieht, rhetorisch diplomatisch zu verpacken. Auch wenn einzelne Erfahrungen nicht so nett sein dürften, zum Beispiel völlig betrunkene Teenager.

Im Video: Überraschung auf der Wiesn - Ex-Bayern-Star Thiago besucht Oktoberfest

2016 hatte ein Posting mit dem folgenden Text über 3000 Likes erhalten: „Betrunkene 17-Jährige wurde gerade von ihren Eltern abgeholt. Kollegen sitzen nach Ansprache des Vaters immer noch zitternd in der #Wiesnwache.“ Nur ein Beispiel unter vielen. So erwarteten mit dem Start des Oktoberfest 2022 (17. September bis 3. Oktober) einige Social-Media-Follower die Rückkehr des legendären Hashtags. Letztlich vergeblich.

Eine Userin fragte: „Kommen auch wieder die Tweets der Wiesnwache? Ganz ehrlich: Darauf warten wir doch alle!“ Ein anderer Nutzer hakte nach: „Hey Polizei München, gibt’s Tweets von der Wiesnwache dieses Jahr?“ Noch eine Twitter-Userin war schon am Tag des Oktoberfest-Anstichs ganz ungeduldig: „Polizei München, gibt‘s dieses Jahr auch wieder die #wiesnwache – und wenn ja, wann?“ Als klar war, dass wohl nicht permanent unter besagtem Hashtag bei Social Media gepostet wird, meinte ein Nutzer enttäuscht: „Mir fehlt die #wiesnwache in diesem Jahr. Ich sag’s, wie’s ist.“

Polizei München bei Twitter: #Wiesnschmankerl statt #Wiesnwache zum Oktoberfest

Während die Enttäuschung bei Social Media kurzzeitig groß war, hatte die Münchner Polizei prompt eine Alternative parat: die #Wiesnschmankerl. Unter diesem Hashtag wird zwar mit geringerer Taktung getwittert, aber nicht minder amüsant und kreativ. So hieß es zum Beispiel in einem Tweet vom Dienstag (20. September): „Hungrig oder biestig? Eher #hangry.
Als eine Schweizerin aus dem Bierzelt komplimentiert wurde, biss sie der Ordnerin in die Hand. Das gab einen Zahnabdruck für die Ordnerin und eine Anzeige für die Schweizerin. #löchrigwieeinschweizerKäse“

Zu einem anderen Vorfall schrieb die Polizei München: „Do wars Maß no ned voi! Um seinen Durst zu löschen, hüpfte ein Gast nach Schließung über den Tresen und führte die Selbstbedienung im Schankraum ein. Am Ausgang wurde ihm seine flüssige Beute von uns abgenommen. #Weghoibe“

Oktoberfest: Polizei München muss etliche Straftaten auf der Wiesn verfolgen

Leider geht es nicht immer so lustig zu. Mitunter muss die Polizei von der Wiesn schwere Straftaten melden. So wurde zum Beispiel am ersten Sonntagabend (20. September) ein junger Münchner festgenommen, nachdem er mutmaßlich einem 21-jährigen Essener, der am Boden lag, mit dem Fuß ins Gesicht trat. Gut, dass es stattdessen auch weniger ernste Wiesnschmankerl gibt ... (pm)

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