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Karl-Heinz Wildmoser junior (52) mit Gattin Nicole: Sie betreiben das Café Zum ewigen Licht am Marienplatz.

Junior will Entenbraterei nicht übernehmen

Wildmoser: „Ich habe genug von der Wiesn“

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München - Die Entenbraterei auf der Wiesn war eine Institution, doch Theres Wildmoser, die Witwe von Karl-Heinz, gibt sie auf. Auch ihr Sohn hat keinerlei Interesse.

Eigentlich ist das Oktoberfest ja eine „gmahde Wiesn“, wie man im Bairischen sagt. Ein gemachtes Geschäft. Viele Betriebe warten jahrelang, um irgendwann mal ein Standl auf dem lukrativsten Volksfest der Welt aufbauen zu dürfen. Da überraschte es viele, dass Theres Wildmoser nun ihre Entenbraterei aufgibt. Nun fragen sich alle: Wer darf an ihrer Stelle ran? Karl-Heinz Wildmoser junior (52) wird es nicht sein. Er verriet der tz: „Nein, von der Wiesn habe ich genug!“

Theres Wildmoser mit ihrem Ehemann Karl-Heinz († 71).

Satte 23 Jahre führte er die Entenbraterei zusammen mit seinem Vater – bis 2004. „Das war eine schöne Zeit, aber das zehrt auch an dir“, erklärt der Familienvater. „Dass meine Mutter mit 78 Jahren da jetzt aufhören will, kann ich absolut nachvollziehen.“ Natürlich lasse sich auf der Wiesn Geld verdienen (Anmerkung: Beim Steuerprozess gegen Wiesn-Wirt Sepp Krätz wurde öffentlich, dass ein großes Zelt pro Wiesn rund eine Million Euro einbringt) – aber Geld sei nun mal nicht alles. Zudem betreibt Heinzi Wildmoser ja das Café Zum ewigen Licht am Marienplatz. Wer ihn kennt, weiß zudem: Zeit mit seiner Familie zu verbringen, also mit Gattin Nicole und seinen zwei Kindern, das ist für ihn mittlerweile unbezahlbar. „Da brauch ich kein Oktoberfest.“ Weise Worte – die bei der Familie Wildmoser mittlerweile zum Credo geworden zu sein scheinen: Auch Werner Kasper, der Schwiegersohn von Theres Wildmoser, erklärte der tz, dass man von dem Stress genug habe. „Wir stellten uns die Frage, ob wir noch mal investieren.“ Wiesn-Insider wissen: Ein neues Entenbraterei-Zelt kostet rund 1,5 Millionen Euro. „Und dann musst du mindestens weitere 15 bis 20 Jahre auf dem Fest bleiben. Nein, wir haben genug. Das soll jetzt ein anderer machen.“

Und der wird sich sicher finden lassen. Das Karussell dreht sich schon…

Wer wird jetzt kleiner Wiesn-Wirt?

Wer ersetzt die Entenbraterei Wildmoser mit einem kleinen Zelt auf der Wiesn? Seit Poschners Hendlbraterei 2015 ihren Platz verloren hatte, war ein Karussell in Gang gesetzt worden. Poschner musste damals für Josef Ables Goldenen Hahn weichen. Zum diesjährigen Oktoberfest wiederum verdrängt Poschner die Traditions-Entenbraterei Heimer. Zieht also Heimer-Wirt Ignaz Schmid wieder auf die Theresienwiese ein – und die Hendl-Rochade ist beendet? „Die Bewertungskriterien entscheiden – das liegt alleine im Ermessensspielraum der Stadt“, so Thomas Luff von Poschners Hendlbraterei. Seit Jahren auf die Wiesn mit einem Zelt will Donisl-Wirt Karlheinz Reindl: „Natürlich werden wir bis zum 31. Dezember eine Bewerbung abgeben.“

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