Immer mehr landen im Müll

Darum gibt es noch Telefonbücher in München

München - Immer häufiger landen Telefonbücher im Müll. Aus welchem Grund werden sie in München also immer noch verteilt? Wir klären Sie auf.

Sucht man heutzutage nach ganz bestimmten Telefonnummern oder Adressen, greifen wohl die meisten zum Laptop, Smartphone oder Tablet und suchen im Internet danach. Nur wenige schlagen in solchen Fällen noch das altbewährte Telefonbuch auf. Es landet stattdessen immer häufiger im Müll.

Warum gibt es also noch Telefonbücher, wenn sie kaum einer mehr benutzt? Der Grund: Es gibt ein entsprechendes Gesetz. Dieses lautet wie folgt: "Gemäß §78 Abs. 2 Nr. 2 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Verbindung mit §104 und §45m TKG, ist die in der Regel einmal jährliche Herausgabe eines gedruckten öffentlichen Teilnehmerverzeichnisses als Universaldienstleistung und damit als unabdingbare Grundversorgung festgelegt worden."

Im Grunde genommen bedeutet dies, dass jeder Haushalt in Deutschland ein Telefonbuch bekommen muss. Ob das Gesetz allerdings noch zeitgemäß ist, darf bezweifelt werden. Schließlich ist die Suche im "World Wide Web" oft schneller und auch möglich, wenn man gerade unterwegs ist.

In einigen Bundesländern werden die Telefonbücher inzwischen nicht mehr frei ausgeliefert. Stattdessen sind die Bücher für Interessenten im Supermarkt oder bei der Post erhältlich.

sk

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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