Lena H. (31) mit ihrem Sohn Moritz (2) und dem kaputten Plastik-Klositz.

Sachen gibt‘s ...

Feuerwehr holt Moritz aus der Klobrillen-Falle

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München - Kurioser Einsatz für die Münchner Feuerwehr: Die Retter mussten anrücken, weil der dreijährige Moritz mit dem Kopf in einer Kinderklobrille feststeckte.

Eigentlich steht der kleine Moritz wie alle kleinen Knaben total auf die Feuerwehr. Doch gleich fünf so große Männer auf einmal – das war dann doch zuviel für seine zarten Nerven. Obwohl sie ihm doch nur helfen wolten. Denn Moritz hatte sich Dienstagfrüh selbst in eine fatale Situation gebracht … In einem unbewachten Moment streifte sich der Bub seine alte Kinderklobrille über die Ohren. Kurz darauf erschien er stolz mit seinem neuesten Halsschmuck – hellblaues Hartplastik mit einem lila Nilpferd drauf – bei Mutter Lena H. (31) in der Küche und strahlte: „Mama, schau mal!“ 

Die dachte sich zunächst nichts dabei: „Er ist damit herumgelaufen. Dann wollten wir Zähne putzen. Und das Ding ging nicht mehr runter.“ Sie versuchte es mit kräfigen Ziehen und dann mit Babyöl. Der arme Moritz brach in Tränen aus. „Da habe ich die Feuerwehr um Rat gefragt.“ Das war um 7.15 Uhr. Kurz darauf klingelten fünf Männer der Berufsfeuerwehr bei Familie L. in der Walpurgisstraße (Steinhausen). Angesichts dieser geballten Feuerwehr-Präsenz geriet Moritz in Panik. „Er rannte weg und wollte sich verstecken.“ Selbst ein aufgeblasener Gumminhandschuh mit aufgemalten Grinse-Gesicht konne ihn nicht mehr besänftigen. Schließlich griff Mama Lena ein: „Ich habe ihn ganz fest in den Arm genommen.“ 

Dann schnitten die Männer an zwei Stellen den Plastikrand durch – und schon war Moritz ein freier Mann. So richtig dicke Freunde wurden die Feuerwehrler und der kleine Bub an diesem Tag nicht mehr. Aber immerhin hat Moritz zum Abschied schon wieder gelächelt. 

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