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Die neuen Gebäude am Salzsenderweg sind windschnittig gestaltet – eine Form wie ein Bügeleisen.

Drei Bügeleisen für die Bildung

Neue Schule? Kurioser Neubau in Bogenhausen geplant

Erstmals bestimmt das Klima die Architektur bei einem städtischen Neubau. Das neue Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in Bogenhausen sorgt für Aufsehen.

München - Erstmals bestimmt das Klima die Architektur bei einem städtischen Neubau. Das neue Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in Bogenhausen soll dem Wind so wenig Widerstand bieten, wie irgend möglich. Denn die neue Schule wird im künftigen Klimapark am Salzsenderweg stehen.

Der dient als Frischluftschneise für die Stadt. Daher hätte ein Architekturwettbewerb nicht funktioniert, sagt der städtische Schulbauer Siegfried Trautmannsberger. Die Siegermodelle hätten vor allem in punkto Luftdurchströmung getestet werden müssen – und dabei durchaus durchfallen können. Daher ließ die Stadt drei unterschiedliche Entwürfe entwickeln, die auf die speziellen klimatischen Bedingungen des Standorts eingehen.

Jeder Plan hat Vor- und Nachteile

Das für 1500 Schüler konzipierte neue WHG soll samt Sporthalle und Freiflächen weniger als 20 000 Quadratmeter Grundfläche im insgesamt zwölf Hektar großen geplanten Klimapark belegen. Das Gebäudekonzept aller drei Varianten schont den Klimapark bestmöglich. Sie unterscheiden sich in der Ausformung der drei Klassentrakte. Einmal stehen sie wie Kästen nebeneinander, einmal sind es verdreht gesetzte Fünfecke, einmal sind abgerundete Dreiecke sternförmig angeordnet.

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Jeder Plan hat Vor- und Nachteile. Bei Variante eins ist die Turnhalle ein separater Baukörper, zu dem die Schüler durchs Freie müssen. Variante zwei hat nur vier Geschosse, während bei den anderen Entwürfen jeweils ein fünfgeschossiger Bau dabei ist. Bei Variante drei ist der Ausblick auf den Park optimal. Sie kam bei den rund 200 Anwesenden am besten an. Das wird auch Einfluss auf den Beschluss haben, über den der Stadtrat noch vor der Sommerpause entscheiden soll.

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Auch bei der Verkehrsanbindung gibt es einen neuen Ansatz. Um „Elterntaxis“ von der Wendeschleife an der Fideliostraße fernzuhalten, schlägt die Stadt eine Haltezone an der Freischützstraße vor.

Sobald die neuen Gebäude bezogen sind, soll die alte Schule an der Elektrastraße saniert werden. Danach wird dort ein neues Münchner Gymnasium eingerichtet.

Carmen Ick-Dietl

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