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Bundespolizei zieht in Container um

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Von: Laura Felbinger

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In diesen Containern arbeitet die Bundespolizei München-Ost während das Revier umgebaut wird
In diesen Containern arbeitet die Bundespolizei München-Ost, während das Revier umgebaut wird © Bundespolizei

Das Bundespolizeirevier München-Ost zieht um, aber nur vorübergehend. Nötig wird der Umzug wegen dringend notwendiger Umbaumaßnahmen.

Weil das Revier umgebaut wird, geht’s für die Bundespolizei München-Ost nun in ein Interimsquartier etwa 300 Meter vom Ostbahnhof entfernt. In 40 Containern auf zwei Stockwerken verrichten die Bundespolizisten künftig ihren Dienst. „Sechs Monate dauert der Umbau unseres Reviers am Ostbahnhof voraussichtlich“, sagt Wolfgang Hauner, Sprecher der Bundespolizei.

Unter anderem wird eine Schleuse für zusätzliche Sicherheit eingebaut. „Vor ein paar Jahren hat jemand im Revier randaliert und Kollegen angegriffen“, erzählt Hauner. Künftig stünden Menschen, die das Revier betreten, dann nicht gleich mitten im Geschehen – sondern in einem Gang vor einer Tür aus Sicherheitsglas. So können die Beamten erst einmal prüfen, wer da zu Ihnen will.

Ostbahnhof: Mäuse und Gestank erschweren Bundespolizisten die Arbeit

Zudem werden technische Modernisierungen durchgeführt – schließlich sind die Räumlichkeiten nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. „1992 hat die Bundespolizei das Revier von der Bahnpolizei übernommen“, so Hauner. Mittlerweile suchten die Beamten sogar ab und an Mäuse heim und „leider auch schon mal ein größeres und sehr viel häufiger auch sehr viel kleineres Getier“, so Hauner. Hinzu kämen „gewisse Gerüche“, insbesondere aus den Wasserabläufen, Toilettenanlagen oder durch die Lüftungsanlagen anderer Versorgungsbetriebe. Kurzum: Der Zustand war für die Polizei kaum noch tragbar.

Begonnen hatten die Planungen für den Umbau bereits 2012. Doch die Bürokratie verzögerte das Projekt immer wieder. Da ging es um zu bewilligende Gelder und Absprachen mit etwa dem Bundespolizeipräsidium in Potsdam und der Deutschen Bahn.

So schick sieht es in den Containern aus.
So schick sieht es in den Containern aus. © Bundespolizei

Während die Mängel am Revier nun endlich behoben werden, bietet das Containerdorf einen passenden Ersatz: mit Vernehmungsräumen, Gewahrsamszelle, Umkleiden und allem, was sonst noch dazu gehört. Der Außenbereich ist kameraüberwacht. Inspektionsleiter Polizeidirektor Michael Rupp freut sich, „dass schon durch den Umzug in die Container bessere Arbeitsbedingungen für die Beamen geschaffen wurden. Mit der Modernisierung werden zudem hygienische Mängel behoben, die den Kollegen zuletzt den täglichen Dienst oft sehr erschwert hatten“.

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