Erlebnisse mit einer Münchner S-Bahn

Pendler über das ewige Leid: “Schienenersatzverkehr ist ein Witz“

Das Zugunglück von München-Riem strapaziert ein weiteres Mal die Nerven von zahlreichen Pendlern. Hier berichtet einer der Leidtragenden über seine Erfahrungen mit dem Krisenmanagement der Bahn.

München - Seit vergangenem Samstag geht auf der S-Bahn-Linie S2 wegen des Zugunfalls in München-Riem nichts mehr. Eines der Pendler-Opfer ist Hans Sterr (57). Der Erdinger ist ziemlich sauer, wir haben ihm ein paar Fragen gestellt:

Wie geht’s Ihnen derzeit als Pendler?

Hans Sterr: Ich bin aufs Auto umgestiegen. Der Schienenersatzverkehr ist ein Witz. Jetzt fahren die Züge, wenn überhaupt, nur alle Stunde. Für uns Pendler ist Schienenersatzverkehr ein Schreckenswort. Es sind unglaubliche Einschränkungen. Man hat nur Gschiss.

Wie läuft das Bahn-Krisenmanagement?

Sterr: Ganz schlecht. Mal ist es ein Stellwerk, mal eine Weiche, mal eine Lok. Besonders übel ist, wenn man bis Erding muss. Wie oft mussten wir in Markt Schwaben aus dem Zug und lange warten.

Pendler Hans Sterr ist mit dem Management der Bahn nicht wirklich zufrieden: „Für uns Pendler ist Schienenersatzverkehr ein Schreckenswort.“

Ihr kuriosestes Erlebnis?

Sterr: Vor drei Jahren wurden wir nach Trudering geschickt, am Bahnhof gab es 500 Pendler. Als ein leerer Bus kam, stellten sich ihm einige in den Weg, damit er uns nach Riem fährt. Hat er aber nicht. 

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H. Moritz/PF

Rubriklistenbild: © Moritz / Schlaf

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