Ein Export-Schlager: Die Baumaschinen-Messe Bauma findet auch in China statt. Foto: Messe München

Über 400 Millionen Euro Umsatz

Rekord-Umsatz für die Messe in Aussicht

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München - Erstmals erwartet man in Riem 420 Millionen Euro Umsatz – Grund dafür ist das lukrative Export-Geschäft.

Bilder: bauma - Messe der Superlative

Zugpferde wie die Bauma weltweit exportieren, so internationale Konkurrenten in Schach halten und die Heimmessen stärken – das ist die Strategie der Messe München. Eine Strategie, die Erfolge zeigt: Das Geschäftsjahr 2016 schließt die Messe erstmals mit einem Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro ab. Die endgültige Bilanz werde noch präsentiert, sagte Messechef Klaus Dittrich gestern. Aber es werde am Ende wohl auf etwa 420 Millionen Euro Umsatz hinauslaufen.

Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen bleibt ein Ergebnis von 100 Millionen Euro, der Reinerlös wird mit rund 50 Millionen Euro beziffert. Diese Summe gibt die Messe jedoch an ihre Hauptgesellschafter, die Landeshauptstadt und den Freistaat, als Zinszahlung für ihre Darlehen für das 1998 neu gebaute Messegelände ab. Die nächsten Jahre werde unter dem Strich also immer mit einem Nullergebnis zu rechnen sein, so Dittrich. Man gehöre aber zu den „ganz wenigen deutschen Messegesellschaften mit eigenem Gelände, die ganz ohne Zuschüsse auskommen“.

Gründe für das gute Jahr: Das Aushängeschild, die alle drei Jahre stattfindende Baumaschinen-Messe Bauma, gab es von den Münchnern organisiert gleich vier Mal auf der ganzen Welt. In München, Shanghai, Delhi und Moskau. Auch die Umwelttechnologiemesse Ifat gab es vier Mal weltweit. In München lockten zudem unter anderem die Sportmesse Ispo und die Electronica Besucher auf das Messegelände.

Alleine in der Landeshauptstadt kamen 2,4 Millionen Besucher zu den Veranstaltungen der Messe – und etwa 37 000 Aussteller. Die Messe hat für das Jahr 2016 wieder gute Chancen, zu den zehn größten Messegesellschaften der Welt zu gehören, so Harald Kötter von Auma, dem Verband der deutschen Messewirtschaft. „Das ist in Jahren mit starkem Umsatz wie den Bauma-Jahren meist der Fall.“

Und weil es schon ein Rekordjahr war, hatte die Messe Ende 2016 einen weiteren Höchstwert zu bieten: den größten Zukauf in der Unternehmensgeschichte. Im Dezember finanzierte sie aus Gewinnen vom Auslandsgeschäft den Zukauf der Baumesse „Fenestration China“. Die Münchner möchten damit einen Fuß in die Tür des größten Baumarktes der Welt bekommen. Denn der chinesische Markt ist in Sachen Bauen in etwa doppelt so groß wie der in der gesamten EU.

Das Internet-Geschäft will man in den kommenden fünf Jahren besonders stärken. Eine der Ideen: Digitale Branchenverzeichnisse, bei denen die jeweiligen Firmen für die Aufnahme bezahlen.

Heuer erwartet die Messe ein durchschnittliches Jahr. Den Anfang macht am Montag die „Bau“, im Februar folgen die Sportmesse Ispo und die Freizeitmesse „free“.

Impressionen von der Bauma 2016

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