Bilanz der Polizei

Obwohl Messstellen bekannt waren: Porschefahrerin schlägt im Blitzer-Marathon alle Rekorde

Obwohl die Standorte bekannt waren, haben es einige Autofahrer nicht geschafft beim Blitzer-Marathon ihren Fuß vom Gas zu nehmen. Die traurige Gewinnerin ist eine Porsche-Fahrerin.

München - Von Mittwoch 6 Uhr bis Donnerstag 6 Uhr fand im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ in München der 6. Bayerische Blitzmarathon statt. Die Geschwindigkeit wurde an 130 Stellen im Stadtgebiet und im Landkreis München gemessen. Es konnten in diesem Zeitraum 14.952 Fahrzeuge gemessen werden. Und das obwohl die Standorte der Blitzer im Vorfeld bekannt gegeben wurden. 

Insgesamt mussten 794 Fahrzeugfahrer aufgrund Geschwindigkeitsüberschreitungen beanstandet werden. Bei 88 Fahrzeugführern wurden andere Verkehrsverstöße festgestellt. 

Die Spitzenreiterin fuhr mit ihrem Porsche gegen 13.00 Uhr auf der Josef-Felder-Straße mit 101 km/h bei zulässigen 50 km/h. Die 38-jährige Fahrerin aus München erwartet nun eine Anzeige mit einer Geldbuße in Höhe von 200 Euro, zwei Punkte im Verkehrszentralregister sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptunfallursache. Dazu zählt nicht nur die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, sondern auch die auf die jeweilige Verkehrssituation angepasste Geschwindigkeit.

Video: Kritik am Blitzer-Marathon - Was bringt es?

Von Mittwoch bis Donnerstag früh fand der bayrische Blitzer-Marathon statt. An 2.000 Messstellen hat Bayerns Polizei gemessen. Schon am Vortag kursierte das Thema durch die Median. Seitens einiger Automobil-Clubs hagelte es Kritik. Solche Blitzer-Aktionen seien der falsche Ansatz, heißt es.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Balk

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