„Heilloses Verkehrschaos“

Drohender Verkehrskollaps: Auch Pasing will die U-Bahn nach Freiham

Die Erschließung des neuen Stadtteils in Freiham treibt auch den Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing um. Er befürchtet deutlich mehr Auto-Verkehr, sollte es nicht bald eine Lösung geben.

Die Forderung des Aubinger Bezirksausschusses nach einer Verlängerung der U 5 wird nun auch vom Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing unterstützt. „Diese Planung hat natürlich auch extreme Auswirkungen auf unseren Stadtteil“, sagt Sven Wackermann (CSU). „Was machen wir, wenn Freiham nicht ordentlich erschlossen wird?“ Sollte eine Tram realisiert werden, um den neuen Stadtteil Freiham zusätzlich zu S-Bahn und Bus an den öffentlichen Nahverkehr anzuschließen, wie es eine aktuelle Studie empfiehlt, dann würde das vermutlich auch deutlich mehr Verkehr für Pasing bedeuten, ist Wackermann überzeugt. Da die S-Bahnen in Neuaubing und Aubing jetzt schon im Berufsverkehr überfüllt seien, würden sich die Menschen lieber ins Auto setzen, um in die Innenstadt zu kommen, befürchten die Pasinger Lokalpolitiker.

SPD-Stadtrat Christian Müller führte die Vorteile der Tram an: Sie sei schneller realisierbar und das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Damit fand Müller wenig Resonanz. „Was in Freiham realisiert wird, entspricht einer Kleinstadt“, entgegnete Wackermann. „Wenn wir im Münchner Westen kein heilloses Verkehrschaos wollen, dann kann eine Tram nicht das adäquate Mittel sein.“ Man müsse von der „Gartenzaunmentalität“ wegkommen, ergänzte Andreas Bergmann (Grüne). Der Verkehr mache nicht an der Stadtteilgrenze halt. Das Bürgergremium sprach sich mehrheitlich für eine Erschließung mit der U-Bahn aus. 

mwh

Rubriklistenbild: © Sigi Jantz

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