Zwei Fälle im Pasinger Bahnhof

Gürtelschläge und Bisse: Wildbiesler rastet aus

München - Ein Wildbiesler verbreitete am Pasinger Bahnhof Angst und Schrecken: Er schlug mit dem Gürtel und biss zu. Auch eine weibliche Wildbieslerin hatte zuvor für Ärger gesorgt.

Ein dringendes Bedürfnis hatte offenbar ein 20-Jähriger aus Eritrea in der Nacht auf Samstag im Bahnhof in Pasing: Der Mann, der 1,56 Promille Alkohol im Blut hatte, urinierte dort gegen 0.20 Uhr in der Öffentlichkeit. Zwei Männer - ein 17-jähriger Afghane und ein 52-Jähriger aus der Maxvorstadt - störten sich daran und wiesen den 20-Jährigen auf sein Fehlverhalten hin. Der Wildbiesler soll daraufhin laut Bundespolizei ausgerastet sein: Er zog seinen Gürtel aus der Hose und versuchte, die beiden Männer damit zu schlagen. Den 17-Jährigen traf er mit der Schnalle am Kopf und verletzte ihn leicht. 

Schließlich bemerkten Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn den Vorfall, trennte die Männer und informierte die Polizei. Als die Bundespolizisten ihn in ihr Dienstauto bringen wollten, wehrte sich der 20-Jährige vehement und versuchte, einen Beamten in der Leistengegend zu beißen. Gegen den Asylbewerber wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Auch 42-Jährige urinierte ins Bahnhofsgebäude

Ein weiterer Fall von Wildbieslerei sorgte schon kurz vor Mitternacht im Pasinger Bahnhof für Ärger. Diesmal war es eine Frau - eine 42-jährige Portugiesin -, die im Bahnhof urinierte. Eine Streife der Deutschen Bahn beobachtete sie und rief die Bundespolizei, um ihre Identität feststellen zu lassen. Bevor die Polizei eintraf, beleidigte die 42-Jährige einen der Sicherheitsmänner und griff ihn an. Dieser wehrte ihre Schläge jedoch ab und wurde nicht verletzt.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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