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Die Bodenseestraße in Pasing.

Zwei Autofahrer erwischt

Mit 142 km/h durch München: Ego-Spielchen am Gaspedal

Zwei Männer haben am Sonntag versucht, sich gegenseitig am Steuer zu übertrumpfen. Einer der beiden trieb es so weit, dass er nun 1200 Euro Strafe zahlen muss. 

München - Viel schneller als die Polizei erlaubt war am Sonntag ein Autofahrer unterwegs. Einer Streife fiel gegen 23 Uhr zunächst ein Mercedes auf, der auf der Bodenseestraße stadtauswärts brauste. Direkt in seinem Windschatten: Ein BMW, mit ähnlich hoher Geschwindigkeit. 

Obwohl beide Fahrzeuge bereits zu schnell unterwegs waren, beschleunigte der BMW-Fahrer so stark, dass die Zivilstreife nur schwer folgen konnte. Doch die Beamten schafften es, den BMW einzuholen und anzuhalten. Am Steuer: ein 47-jähriger Mann. Die Polizeistreife hatte die gesamte Verfolgungsjagd lang mitgefilmt. Das Ergebnis der Videoanalyse spricht für sich: Das Videosystem errechnete eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 142 km/h. Erlaubt sind in dem Bereich 60 km/h.

Bei der Erklärung für sein Verhalten versuchte der Fahrer, die Verantwortung für sein Handeln auf den anderen Temposünder abzuwälzen. Der habe ihn mit seiner Raserei nämlich genervt. Deshalb habe er selbst auch auf das Gaspedal gedrückt. 

Für sein Vergehen erwartet ihn nun ein Bußgeld in Höhe von 1200 Euro, zwei Punkte im Verkehrszentralregister und ein dreimonatiges Fahrverbot.

Der andere Raser kam auch nicht ungeschoren davon. Denn die Beamten hatten auch ihn auf Band aufgenommen. Im Anschluss an die Kontrolle fuhren Beamte in Landsberg am Lech vor das Haus des Mercedes-Fahrers vor und stellten ihn zur Rede. Der 27-Jährige gestand, zur Tatzeit selbst am Steuer des Fahrzeugs gesessen zu haben. Die Geschwindigkeitsüberschreitung beträgt bei ihm 30 km/h - das bedeutet Bußgeld in Höhe von 300 Euro und ein Punkt im Verkehrszentralregister. 

Außerdem musste sein Auto zur eingehenden Untersuchung abgeschleppt werden, nachdem die Polizei vor Ort Manipulationen am Auspuff festgestellt hatte. Die Kosten dafür muss der 27-Jährige selbst zahlen. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass ausgerechnet die Bremsen des Rasers mangelhaft waren. 

Hinweis der Polizei München

In diesem Zusammenhang weist die Münchner Polizei nochmals darauf hin, dass die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine der häufigsten Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit getöteten und schwer verletzten Verkehrsteilnehmern darstellt.

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