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Bei einer Massenschlägerei in München ist ein Mann schwer verletzt worden (Symbolbild).

In Etablissement zu Gast

29-Jähriger spuckt Frau in Bordell an - dann beginnt Streit, der für Beobachter fatale Folgen hat

Bei einer Massenschlägerei in München wurde ein Mann schwer verletzt. Ein Anfangsverdacht der Polizei hat sich nicht bestätigt.

München - In den Morgenstunden des Samstags (17. August 2019) kam es in einem Bordellbetrieb in Pasing zu einer Auseinandersetzung zwischen einer Gästegruppe, dort arbeitenden Angestellten und dem Betreiber. Ein 29-jähriger Rumäne begann in stark alkoholisiertem Zustand eine Angestellte verbal zu beleidigen und anzuspucken. 

Als weitere Angestellte und Gäste schlichtend eingriffen, entwickelte sich zwischen allen Beteiligten ein Handgemenge, das sich schließlich in den Außenbereich vor den Club verlagerte. Im Zuge der Auseinandersetzungen wurden hierbei unter anderem auch Zaunlatten und ein Metallrohr als Schlaggegenstände eingesetzt. 

Nach Eintreffen der Polizei hatten sich die meisten Beteiligten wieder vom Tatort entfernt, wobei ein 24-Jähriger aus der Gästegruppe bewusstlos und mit massiven Kopfverletzungen am Tatort aufgefunden wurde. Durch umfangreiche und intensive Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen der polizeilichen Erstzugriffskräfte im Nahbereich konnten jedoch die Personalien von nahezu allen Beteiligten festgestellt werden, wie die Polizei München berichtet.

München: Streit vor Bordell eskaliert - Männer prügeln sich mit Zaunlatten

Der 24-Jährige kam stationär in ein Münchner Klinikum und musste wegen einer schweren Schädel-Hirn-Verletzung notoperiert werden. Inzwischen befindet er sich außer Lebensgefahr. Aufgrund der ersten Erkenntnisse vor Ort bestand der Verdacht, dass der 39-jährige Clubbetreiber für die schweren Verletzungen des 24-Jährigen verantwortlich wäre, weshalb er vorläufig festgenommen wurde. 

Weitere Ermittlungen der Mordkommission bestätigten eine Tatbeteiligung des Clubbesitzers an der allgemeinen Auseinandersetzung, entlasteten diesen jedoch hinsichtlich der Kopfverletzungen des 24-jährigen. Dieser hatte die Verletzungen durch massive Tritte gegen den Kopf durch einen anderen bis dato unbekannten Täter erlitten. Der Clubbesitzer wurde daraufhin nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft noch am Samstag, 17.08.2019 aus der Haft entlassen. 

Polizei nimmt Verdächtigen fest - Ermittlungen wegen versuchten Totschlags

Neben weiteren Ermittlungsmaßnahmen führten die Auswertungen der Videoaufzeichnungen des Bordellbetriebs im Abgleich mit den festgestellten Personalien des Erstzugriffs zur Identifizierung des 49-jährigen rumänischen Beschuldigten. Nachdem dieser in Deutschland keinen Wohnsitz gemeldet hatte, wurde am Mittwoch, 21.08.2019 das Kommissariat 101 (Personenfahndung) um Unterstützung ersucht. 

Diese konnten bereits am Nachmittag des Mittwochs (21. August 2019) den Beschuldigten antreffen und vorläufig festnehmen. In seiner Vernehmung durch die Mordkommission zeigte sich der Beschuldigte weitgehend geständig. Die Staatsanwaltschaft München I stellte am Donnerstag, 22.08.2019 Haftbefehlsantrag wegen versuchten Totschlags. 

Die Entscheidung des zuständigen Ermittlungsrichters wird noch im Laufe des Donnerstags erwartet. Umfangreiche Ermittlungen zu den einzelnen Tatbeiträgen sind noch erforderlich. Diese werden durch die Mordkommission des Polizeipräsidiums München geführt.

mm/tz

Seit Mitte Juli werden eine 41-jährige Frau aus München und ihre 16-jährige Tochter vermisst. Jetzt berichtet eine Bekannte der Familie von einem brisanten Vorfall.

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