Die Häuserzeilen weichen.  

Neues Geschäftshaus

Neubau am Pasinger Marienplatz: Größer und tiefer

Das neue Geschäftshaus am Pasinger Marienplatz wird möglicherweise vier Untergeschosse bekommen – zwei mehr als bisher geplant. Unter anderem soll eine Garage mit 151 Plätzen dabei sein. 

München - Das geht aus Plänen hervor, die der Münchner Investor Bucher Properties dem Bezirksausschuss (BA) Pasing-Obermenzing vorgestellt hat. Das Gebäude soll bis Ende 2018 realisiert werden und könnte nach den aktuellen Plänen 151 Tiefgaragenstellplätze bieten.

Ursprünglich waren 51 Plätze vorgesehen, was die CSU-Fraktion im BA heftig kritisiert hatte: 51 Stellplätze seien völlig unzureichend, um den Pasinger Marienplatz als attraktiven Gegenpol zu den Pasing Arcaden am Bahnhof zu entwickeln. Ebenso hatte man sich gegen einen Aufzug als Zugang zur Tiefgarage gewehrt. Nun schlägt der Investor eine auch vom BA favorisierte Rampe mit Aus- und Einfahrt an der Institutsstraße vor. Damit sei erfreulicherweise die Zufahrt über das kleine Schmiedwegerl vom Tisch, so BA-Mitglied Sven Wackermann (CSU). Diese Planung hätte vermutlich immer wieder zu einem Rückstau in der Bodenseestraße geführt.

Mit den nun 151 Stellplätzen zeigte sich das Bürgergremium mehrheitlich einverstanden. Das sei vermutlich ausreichend für die Besucher des Hotels, das mit rund 100 Betten im Mittelpreissegment (Zimmerpreise ab 69 Euro) geplant sei, die Mieter der 16 Kurzzeit-Apartments sowie die Kunden des Ladenzentrums, in dem ein Lebensmittel-, Drogerie- und Bio-Markt sowie Gastronomie vorgesehen sind.

Der BA hat darüber hinaus noch weitere potenzielle Nutzer der Tiefgarage im Auge. Das Gremium liebäugelt damit, das im Pasinger Rathaus arg beengte Bürgerzentrum in das Gebäude der Schwesternschaft Congregatio Jesu zu verlagern, das 2018 frei wird. Auch für die Besucher des Bürgerzentrums böte sich dann die Tiefgarage an. Noch ist die Polizeiinspektion 45 in dem Altbau untergebracht. Ihr Umzug in den Neubau am Westkreuz ist bis Ende 2018 geplant.

Kritik an der deutlich größeren Tiefgarage kam von der SPD: Das bedeute deutlich mehr Verkehr am Pasinger Marienplatz, fürchtet man. Der BA forderte, dass der Investor die neuen Pläne nochmals dem Gremium vorstellen solle. Auch will man möglichst bald erfahren, wie es mit dem derzeit leer stehenden ehemaligen Café Confetti weitergehen soll. Wann der Bauantrag für das Großprojekt genehmigt werde, sei noch nicht bekannt, hieß es.

Was bringt das Jahr 2017 für den Stadtbezirk? Lesen Sie hier unsere große Jahresvorschau für Pasing-Obermenzing . In unserer großen Serie über die Münchner Polizei haben wir außerdem die Polizeiinspektion Pasing einen Tag lang begleitet. Lesen Sie hier die Reportage. 

mwh

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