Sanierungsfall: In wenigen Wochen soll eine Machbarkeitsstudie für den Pasinger Viktualienmarkt vorliegen. Foto: Jantz

Das bringt das neue Jahr im Stadtbezirk

Pasing-Obermenzing 2017: Sanierung am Markt, Bauprojekt am Marienplatz 

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München - Wohnungsbau, Sanierung am Viktualienmarkt und dem Marienplatz und großes Jubiläum in Menzing. Im Stadtbezirk Pasing-Obermenzing stehen große Projekte an. Ein Überblick 

In Obermenzing wird heuer groß gefeiert. Die gemeinsame Geschichte der Stadtteile Ober- und Untermenzing ist Anlass für das diesjährige Festjahr 1200 Jahre Menzing. Der Auftakt der zahlreichen Veranstaltungen war bereits am 6. Januar im Alten Wirt in Obermenzing. Die Traditionsgaststätte an der Dorfstraße 39 lädt anlässlich ihres 600-jährigen Bestehens heuer ebenfalls zu besonderen Veranstaltungen ein. Das gesamte Programm zum Festjahr gibt es im Internet unter www.1200-Jahre-Menzing.de.

Wohnungen auf dem Stückgut-Gelände

Dass der historische Kopfbau auf dem ehemaligen Stückgut-Gelände, auf dem die Münchner Wohnbaugesellschaft GWG derzeit rund 300 Wohnungen errichtet, im vergangenen Jahr abgerissen wurde, haben viele Pasinger sehr bedauert. Nun hofft man im örtlichen Bezirksausschuss, dass Kultur- und Planungsreferat in Kürze das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs für den geplanten Neubau offenlegen, der für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen soll.

An der Paul-Gerhard-Allee soll es losgehen

Auf dem wenige Kilometer entfernten, 33 Hektar großen Planungsareal an der Paul-Gerhardt-Allee sind die Wettbewerbe für die 13 Baugebiete abgeschlossen. Heuer soll es losgehen mit der sukzessiven, blockweise ausgeschriebenen Wohnbebauung, die laut BA eine abwechslungsreiche Gestaltung verspricht. Auf dem letzten noch nicht bebauten Abschnitt der zentralen Bahnflächen sollen die ersten der etwa 2400 Wohnungen bereits heuer fertig werden.

Wird der Postsaal erhalten?

Seit Ende des vergangenen Jahres kämpfen Lokalpolitiker und Bürger in Pasing um den Erhalt des Postsaals. Seine Kapazität – es gibt etwa 300 Sitzplätze – sei einzigartig im Stadtteil und dürfe nicht Wohnungen zum Opfer fallen. Doch genau solche plant die Eigentümerin, die Monachia GmbH. In einer im November 2016 von der Pasinger SPD gestarteten Online-Petition haben die Bürger in den kommenden Wochen noch Zeit, ihre Stimme für den Erhalt des Saals abzugeben.

Großprojekt am Marienplatz

Ebenfalls noch in diesem Jahr losgehen könnte es mit dem Großprojekt am Pasinger Marienplatz. Dort will der Münchner Unternehmer Bucher Properties ein Geschäfts- und Wohnhaus mit Hotel errichten. Gespräche mit der Stadtplanung, dem BA und dem Investor sollen in Bälde zeigen, wie viele Stellplätze den Kunden nun in der geplanten Tiefgarage zur Verfügung stehen könnten. Gegen die zunächst vorgesehen 50 hatte die Pasinger CSU heftig protestiert. Damit wäre der Standort nicht attraktiv genug und man müsste mit Verkehrsproblemen rechnen, so die Begründung. Nun sind 150 Plätze im Gespräch.

Was bringt die Sanierung am Viktualienmarkt

Konkretisieren sollen sich heuer die Pläne für den Pasinger Viktualienmarkt. Seit letztem Jahr steht fest, dass die Markthallen an der Bäckerstraße aufgrund von Hygiene- und Brandschutzmängeln saniert werden müssen. Spätestens Ende März erwartet man in Pasing die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie. Diese soll auch klären, wohin die Marktbetreiber und kleinen Lebensmittelmärkte während der Umbauten ausweichen könnten. Vorgeschlagen worden war ein Grundstück der benachbarten Pasing Arcaden.

Im Frühjahr sollen auf dem freien Grundstück an der Ecke Heimburg- und Aubinger Straße die Bagger anrollen. Der dreistöckige Neubau der Polizeiinspektion 45 soll dort bis zum November 2018 entstehen. 

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