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Die Verbindung zwischen Kafler- und Lortzingstraße ist jetzt ein Fußweg. Während der U-Bahn-Bauarbeiten will die Stadt sie wieder für Autos öffnen.

Behinderungen während der Bauzeit

U5-Verlängerung nach Pasing bremst den Verkehr aus

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So sehr man sich auf die Verlängerung der U5 nach Pasing freut: Vor der Bauzeit graust es den Mitgliedern des Bezirksausschusses Pasing-Obermenzing. Sie befürchteten gravierende Beeinträchtigungen der Anwohner und vor allem der Autofahrer.

München - Es stehe außer Frage, dass die Verlängerung der U5 die richtige Entscheidung sei, hieß es in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses. Läuft alles nach Plan, dann können die Pasinger vielleicht schon in zehn Jahren mit der U-Bahn Richtung Innenstadt fahren.

Aber dafür könnten Anwohner und Autofahrer während der Bauzeit einen hohen Preis zahlen. In einer Stellungnahme an das Baureferat hat das Stadtviertelgremium seine Bedenken dargelegt. Sorgen bereitet den BA-Mitgliedern der voraussichtlich ab 2021 geplante Bau der beiden U-Bahnhöfe zwischen der Kreuzung Am Knie und dem Westbad sowie an der Nordumgehung Pasing (NUP) beim Bahnhof. Laut Baureferat werde die U-Bahn zwar grundsätzlich „bergmännisch“, also unter der Erde gebaut, berichtete BA-Mitglied Sven Wackermann (CSU). Für die Bahnhöfe sei aber die sogenannte Deckelbauweise vorgesehen. Sie beansprucht an der Oberfläche viel Platz, der erst nach der ersten Bauphase wieder freigegeben werden kann. Für die Anwohner bedeute das deutliche Beeinträchtigungen durch Lärm und Vibrationen, heißt es im BA. Das Baureferat solle deshalb umfassend darüber informieren, wann diese Maßnahmen beendet seien.

Mehr zum Thema: So sieht der Fahrplan für den U-Bahn-Ausbau aus

Mehr noch sorgt man sich um die Auswirkungen auf den Verkehr im Stadtteil. Während der Deckelbauten muss der Verkehr um die Baustellen geleitet werden. Während Am Knie die Fahrspuren für den Autoverkehr sowie die Trambahn übergangsweise nur verlegt werden sollen, soll es auf der Nordumgehung deutlichere Einschränkungen geben: Statt bisher zwei werde es vermutlich für vier bis fünf Jahre nur jeweils eine Fahrspur pro Richtung geben, sagte Wackermann. „Das bedeutet immense Einbußen, was die Kapazität betrifft.“ Zu befürchten sei ein heftiger Rückstau während der Hauptverkehrszeiten, so der Lokalpolitiker. 

Die Stadt plane deshalb, die Emil-Neuburger-Straße von der NUP abzuhängen und dafür die Kaflerstraße wieder an die Lortzingstraße anzubinden. Da aber künftig deutlich mehr Verkehr aus Freiham zu erwarten sei, werde das nicht ausreichen, prophezeite Wackermann. Mit der Öffnung der Kaflerstraße müsse die Kreuzungsituation, die dann fünf- statt bisher vierarmig würde, neu geregelt werden. Um die Sicherheit weiter zu gewährleisten, plane das Kreisverwaltungsreferat, die Haberlandstraße ab der Volmstraße in Richtung Osten für den Individualverkehr zu sperren, heißt es im BA. Busse dürften dort weiterhin fahren. Um die Beeinträchtigungen während der oberirdischen Bauphase etwas abzumildern, schlägt der BA unter anderem vor, nach der Herstellung der südlichen Deckelhälfte auf der NUP drei Spuren zu betreiben. Dabei solle die mittlere Spur wechselseitig befahrbar sein: morgens zwei Spuren stadteinwärts und abends zwei stadtauswärts. Gefordert wird außerdem ein Infocontainer am Pasinger Bahnhof zu den Baumaßnahmen.

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Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Pasing – mein Viertel“.

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