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Hier könnte Strom gewonnen werden: Das Hotel „Zur Schleuse“ in Obermenzing liegt direkt an der Würm. 

Wasserkraftanlage in Obermenzing

Unternehmer-Initiative: „Kraft der Würm wieder nutzen“

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München - Am Hotel „Die Schleuse“ in Obermenzing könnte bald eine Wasserkraftanlage Strom erzeugen.

Bei hohem Wasserstand fließt die Würm mit Getöse am Hotel „Die Schleuse“ in Obermenzing vorbei. Grund ist ein fast zwei Meter hoher sogenannter Sohlabsturz des Flusses unter einer kleinen Holzbrücke. An der Stelle, wo einst eine Mühle betrieben wurde, könnte künftig eine Wasserkraftanlage rund 125 Haushalte mit dem durchschnittlichen Jahresbedarf an Strom versorgen und zudem den Geräuschpegel deutlich reduzieren – geht es nach dem Willen einer Obermenzingerin.

Gebaut werden soll die Anlage auf einem privaten Grundstück an der Würm, das zum Teil an das Hotel und ein angrenzendes Restaurant verpachtet ist. Derzeit trägt die potenzielle Bauherrin die Unterlagen für das umfangreiche Genehmigungsverfahren zusammen, hieß es bei der Vorstellung des vorläufigen Konzeptes im Bezirksausschuss (BA) Pasing-Obermenzing. Für das vorgesehene Kraftwerk selbst bestehe bereits eine Betriebsgenehmigung, da am ehemaligen Mühlenstandort schon einmal Energie gewonnen worden sei.

Laufen soll das Kraftwerk über eine Turbine mit einer Leistung von 70 Kilowatt, sagte Knud Kramer vom Ingenieurbüro EDR. Diese werde so eingebettet, dass sie von oben kaum sichtbar sei. Man rechne mit rund 400 000 erzeugten Kilowattstunden pro Jahr, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden könnten. Während der Bauzeit wolle man die Würm im daneben liegenden Garten, der „sanft remodelliert“ werden solle, zu einem temporären Fischpass umbauen, ergänzte Landschaftsplanerin Barbara Urlberger vom Büro Mahl-Gebhard-Konzepte. Damit schaffe man eine bisher nicht vorhandene Durchgängigkeit für Fische.

Im BA gab es Zustimmung, aber auch kritische Stimmen: Man gehe lapidar über alten Baumbestand hinweg, sagte Winfried Kaum (CSU). Dem hielten die Planer entgegen, dass man vom ursprünglichen Konzept, 23 Bäume zu fällen, auf vermutlich 9 reduziert habe. „Wir werden das Vorhaben weiter positiv beobachten“, so der BA-Vorsitzende Romanus Scholz (Grüne).

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