Paulaner Brauerei München Langwied Einblicke
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Die neue Brauerei von Paulaner in Langwied erwacht zum Leben. Der Merkur hat exklusive Bilder.
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Die neue Brauerei von Paulaner in Langwied erwacht zum Leben. Der Merkur hat exklusive Bilder.

Und sie soll noch größer werden

Einblicke in die neue Brauerei von Paulaner in Langwied

München - Noch gleicht die neue Paulaner-Brauerei in Langwied einer Großbaustelle, doch im Herzen der Anlage wird schon gebraut. Und noch bevor der erste Sud fertig ist, plant Paulaner eine Erweiterung. 

Die mächtigen, silbrig glänzenden Edelstahl-Tanks sind noch leer, doch im Gebäude nebenan verströmen die ersten Maischepfannen schon Wärme, und auf den Computerbildschirmen leuchten Diagramme und Messwerte. „Letzte Woche haben wir unser neues Sudhaus in Betrieb genommen“, berichtet Paulaner-Sprecherin Birgit Zacher. Die Erste Charge Paulaner aus Langwied, die Erster Braumeister Christian Dahncke und seine Mitarbeiter nun brauen, soll am 15. September feierlich abgefüllt werden. Sie wird allerdings nicht in den Handel kommen, sondern an Gäste und Geschäftspartner verschenkt werden.

Größere Produktionsmengen wären derzeit ohnehin nicht zu bewältigen: Überall werkeln noch Handwerker in reflektierenden Warnwesten: An der Ventilmatrix, jenem Rohrgewirr, in dem das Bier künftig aus den Drucktanks in die Abfüllanlagen fließen soll, ebenso wie in der 28 000 Quadratmeter großen Halle der Voll- und Leergutlogistik. Hier werden gerade die fahrerlosen Gabelstapler programmiert, die vollautomatisch Kästen, Flaschen, Kronkorken und Etiketten auf die Sekunde genau anliefern und abholen sollen. Auch draußen auf dem Gelände rangieren auf noch ungeteerten Flächen Baumaschinen statt Bierlaster.

Doch das wird sich schnell ändern. Zug um Zug, Biersorte für Biersorte, soll in den nächsten Monaten die Produktion aus der Au nach Langwied verlagert werden. Mitte 2016, so Zacher, soll der Braubetrieb dann komplett am neuen Standort laufen.

Paulaner braucht die Kapazität der neuen Brauerei dringend

Höchste Zeit, denn die Kapazität der neuen, hochmodernen Brauerei wird dringend gebraucht. Die Geschäfte laufen gut. So gut, dass Paulaner-Geschäftsführer Andreas Steinfatt eine Erweiterungs-Option nutzt, die er sich schon vor der Grundsteinlegung im vergangenen Jahr mit einem notariell besiegelten Vertrag gesichert hat: Ein gut vier Hektar großes Grundstück, das sich im Südosten an das Langwieder Betriebsgelände anschließt.

Der Platzbedarf hat mit einer bayerischen Besonderheit zu tun, wie Brauereisprecherin Birgit Zacher erläutert: „In Bayern ist es besonders weit verbreitet, dass die Brauereien noch selbst die Gaststätten beliefern.“ Was anderswo Großhändler erledigen, macht Paulaner mit seiner Tochterfirma InterDrink: Die Firma mit 117 Mitarbeitern konfektioniert die von der Brauerei angelieferten Gebinde und verteilt sie mit einer Flotte von 58 Lastwagen an die Gaststätten. Einst geschah das in Sauerlach, derzeit ist das Umschlagzentrum in Gräfelfing. Doch dort läuft der Mietvertrag aus, wie Zacher berichtet. Deshalb soll InterDrink nun ein neues Zuhause direkt neben dem Brauereigelände bekommen. Ein logischer Schritt, wie Zacher sagt. Statt wie bisher Bierkästen und -container mit Lkw von der Brauerei zu InterDrink zu karren, sie dort umzuladen und wieder in die Stadt zurückzubringen, könne InterDrink nun direkt vom Produktionsstandort aus beschickt werden.

Zusätzlich zur neuen Interdrink-Filiale will Paulaner auf dem Gelände ein Hochregallager bauen: 7000 Quadratmeter groß, bis zu 30 Meter hoch und damit zwei Meter höher als die höchsten Gebäudeteile der Brauerei. Wann dieses Lager gebaut wird, ist noch offen. Was hineinkommt, steht aber fest: Bier, in allen Gefäßen und Gebinden, die Paulaner im Programm hat, wie Zacher erläutert.

Das Gelände, vis-a-vis von Pflanzen Kölle westlich der Autobahn gelegen, ist bisher landwirtschaftlich genutzt. Es wird von der Lochhausener Straße im Süden und von der Mooswiesenstraße im Westen begrenzt (siehe Grafik). Von der Brauerei ist es durch die Hanfgartenstraße getrennt, „aber auf der läuft sowieso nur noch unser Firmenverkehr“, so Zacher. Die Anbindung sei also kein Problem.

Das Stichwort „Verkehr“ lässt allerdings im Bezirksausschuss Allach-Untermenzing die Alarmglocken schrillen. „Es ist noch nicht absehbar, wie sehr unsere Straßen durch die Brauerei belastet werden“, sagt Planungsausschuss-Mitglied Friedrich Schneller (SPD). Erst wenn die Brauerei in Betrieb sei und erste Erfahrungen vorlägen, könne man sinnvoll über die Erweiterung entscheiden. Der Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied ist mit den Plänen grundsätzlich einverstanden, will aber zum Verkehr „von der Stadtverwaltung die wirklichen Zahlen sehen“, so BA-Mitglied Jürgen Schrader (CSU). Schon jetzt stelle der Baukörper der Brauerei einen weithin sichtbaren und markanten Punkt am Autobahnkreuz in Langwied dar, heißt es im BA. Das Logistiklager sei letztendlich eine Ergänzung. Zur Lochhausener Straße hin wünscht sich das Gremium aber eine üppige Begrünung. „Außerdem sollte überprüft werden, dass das neu Hochregallager nicht höher als die Brauerei wird“, sagt Schrader.

Forderungen, für die Zacher Verständnis hat. „Es ist ja die Aufgabe der Bezirksausschüsse, die Interessen der Anwohner zu vertreten“, sagt sie. Doch was den Brauerei-verkehr angeht, glaubt sie die Nachbarn beruhigen zu können. Laut einer Studie seien von Brauerei und Lager- und Logistikfläche zusammen 600 Lkw-Fahrten und 710 Pkw-Fahrten in 24 Stunden zu erwarten. Würde statt InterDrink und Hochlager anderes Gewerbe auf der Erweiterungsfläche angesiedelt, wären es zwar 30 Lkw-Fahrten weniger, aber 3740 Pkw-Fahrten mehr.

Laut Einschätzung des Planungsreferats ist die Verkehrsbelastung zu bewältigen. Die Paulaner-Pläne erachten die Fachleute als grundsätzlich möglich. „Wir brauchen aber einen neuen Bebauungsplan, und auch der Flächennutzungsplan muss geändert werden“, sagt Sprecher Thorsten Vogel. In diesem Verfahren werde auch der zu erwartende Verkehr nochmals genau analysiert. Nach der Sommerpause soll der Stadtrat das Planungsverfahren an

Von Peter T. Schmidt, Monika Wehrl-Herr und Alexander Gropp

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