Mann will mehr Zimmer vermieten

Gericht verhandelt über Bordell-Streit in Perlach

  • schließen

Drei große Häuser im Industriegebiet – damit lässt sich ordentlich Geld verdienen. Vor allem, wenn man sie an Bordellbetreiber vermietet. Der Eigentümer will mehr Zimmer vermieten - und zieht vors Gericht. 

Auf die Idee mit der Vermietung an Bordellbetreiber kam Eigentümer Horst P. (Name geändert) in der Hofer Straße 19 schon vor längerer Zeit. In 13 Zimmern können sich Männer heute in Perlach amüsieren. Aber das reicht ihm nicht: Er will insgesamt 62 Zimmer vermieten – und zog deshalb vor das Verwaltungsgericht. 

Nach seiner Rechnung könnte er pro Jahr 245.000 Euro mehr einnehmen, wenn er alle Zimmer vermietet. Die Stadt hatte ihm die gewünschte Erweiterung aber untersagt. Die Sorge: Das gesamte Industriegebiet könne durch den Bordellbetrieb, der einer der größten in München werden soll, abgewertet werden – für Investoren und Unternehmen. Das Viertel könnte „kippen“, wenn es zur Rotlicht-Meile würde. 

Zudem gab es Gerüchte, dass Prostituierte im Bordell wohnen, was verboten ist. Horst P. drängt nun auf eine Entscheidung. An diesem Dienstag will das Verwaltungsgericht diese verkünden.

thi, sh

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neue Unterführung für den Mittleren Ring
Gute Neuigkeiten für Fußgänger und Radler an der Tegernseer Landstraße: Die Fuß- und Radweg-Unterführung soll im nächsten Jahr wiederhergestellt und gleichzeitig …
Neue Unterführung für den Mittleren Ring
Sie gossen ihr Wasser in den Mund: Teufelsaustreiber quälen junge Frau
Schreckliche Szenen haben sich am Freitag in einer Obdachlosenunterkunft in Riem abgespielt: Drei Männer versuchten sich an einer Teufelsaustreibung an einer Frau (20) - …
Sie gossen ihr Wasser in den Mund: Teufelsaustreiber quälen junge Frau
Bier-Boykott in München: Darum gibt‘s kein Löwenbräu & Co.
Kein Löwenbräu, kein Spaten, kein Franziskaner: In Münchens Getränkemärkten rumort es. Die Kette „Fristo“ hat alle Marken des Braukonzerns AB InBev aus dem Sortiment …
Bier-Boykott in München: Darum gibt‘s kein Löwenbräu & Co.
Münchner (50) läuft vor Kleintransporter: Lebensgefährlich verletzt
Ein Münchner (50) lief am Samstag auf die Landsberger Straße, ohne auf den Verkehr zu achten. Ein Kleintransporter erfasste ihn. Der Mann schwebt in Lebensgefahr. 
Münchner (50) läuft vor Kleintransporter: Lebensgefährlich verletzt

Kommentare