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Der Abriss naht: der U-Bahn-Aufgang muss wegen des Umbaus am Hanns-Seidel-Platz weichen.

Hanns-Seidel-Platz

Der Abriss naht: Zwei Aufgänge zu U-Bahn-Station kommen weg

Die Bebauung des Hanns-Seidel-Platzes hat Konsequenzen. Für die neue Mitte Neuperlachs muss nicht nur das Kulturhaus-Provisorium abgerissen werden, auch zwei Aufgänge am U-Bahnhof Neuperlach-Zentrum müssen weg.

München - Das Areal im Herzen Neuperlachs wird nicht einfach nur bebaut, es wird komplett umgestaltet. Die Pläne sehen unter anderem einen neuen Platz vor, der tiefer gelegt ist und einen direkten Anschluss ans Sperrengeschoss der U-Bahnstation hat. Er soll als Knotenpunkt für die öffentlichen Einrichtungen im Kultur-Bürgerhaus, die Einzelhandelsflächen, die Wohnquartiere und den U-Bahnhof fungieren.

Damit dieser Tiefhof barrierefrei an das Zwischengeschoss des U-Bahnhofs angeschlossen werden kann, müssen zwei der heutigen U-Bahn-Abgänge abgerissen werden: Der Ab- bzw. Aufgang mit Stufen und Rolltreppen neben dem Kulturhaus sowie die Fußgängerrampe am Gehweg Thomas-Dehler-Straße.

Auch dieser U-Bahn-Aufgang wird abgerissen.

Doch dazu müssen die beiden Anlagen zuerst einmal aus dem alten Komplett-Baupaket für den U-Bahnhof Neuperlach-Süd aus dem Jahr 1972 entlassen werden. Weil dies Auswirkungen auf die Fluchtwege und damit auf den Brandschutz des Bahnhofbauwerks hat, braucht es ein eigenes Planfeststellungsverfahren, das die Stadtwerke München jetzt bei der Regierung von Oberbayern eingeleitet haben. Bei den Stadtwerken rechnet man nach Angaben von Pressesprecher Matthias Korte damit, Mitte des Jahres grünes Licht für die Rauslösung der Aufgänge zu erhalten. Um die weiteren Planungen kümmert sich danach das Baureferat.

Der Abbruch der beiden U-Bahn-Aufgänge soll in einer gemeinsamen, etwa sechs Meter tiefen Baugrube realisiert werden. Eine Wand wird U-Bahnhof und Baustelle trennen, später soll hier ein Brandschutztor eingebaut werden.

Thomas Kauer: Der BA-Chef sorgt sich um die Fahrgäste.

Im Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach versteht man die Notwendigkeit der Maßnahme, hat jedoch Bedenken für die Übergangszeit. „Denn es gibt dann auf dieser Seite nur noch den Ausgang zum Busbahnhof“, gibt BA-Chef Thomas Kauer (CSU) zu bedenken. Wer Richtung Südost gehe, müsse dann die Busspuren queren – weder für die Fußgänger noch für die Busfahrer eine sichere Situation. Zudem habe der Busbahnhof Kopfsteinpflaster, über das Behinderte schon seit Jahren schimpfen. Die Stadtteilpolitiker erneuerten nun ihre Anregung, den Busbahnhof Neuperlach-Zentrum ins Planungsgebiet Hanns-Seidel-Platz zu integrieren, um die Station gleich in einem Zug mitsanieren zu können.

von Carmen Ick-Dietl

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